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Kreuzschmerzen

Kreuzschmerzen: Definition

Stand: 26. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Kreuzschmerzen sind laut Definition Beschwerden, die den unteren Rücken betreffen. Sie gehen häufig vom Iliosakralgelenk aus, welches Mediziner auch als Kreuzbeindarmbeingelenk oder Sakroiliakalgelenk bezeichnen. Das Iliosakralgelenk verbindet die Hüftknochen mit dem unteren Abschnitt der Wirbelsäule, genau genommen dem Kreuzbein. Eine Form des Kreuzschmerzes ist das sogenannte Iliosakralgelenk-Syndrom (ISG-Syndrom). Kreuzschmerzen können außerdem durch Beschwerden der Lendenwirbelsäule ausgelöst werden. Die Lendenwirbelsäule ist der Bereich, in welchem der untere Rücken ein leichtes Hohlkreuz bildet. Mit rund 62 Prozent sind Schmerzen in diesem Bereich die häufigste Form von Rückenschmerzen.

Bei Kreuzschmerzen sprechen Mediziner auch vom sogenannten Lumbalsyndrom. Je nach Stärke der Schmerzen und der Art weiterer Symptome teilen sie das Lumbalsyndrom in drei Stadien ein.

  • Lokales Lumbalsyndrom: Die Kreuzschmerzen beschränken sich auf den Bereich der Lendenwirbelsäule.
  • Lumbales Wurzelsyndrom: Die Kreuzschmerzen strahlen ins Bein aus.
  • Alarmierendes Lumbalsyndrom: Weitere Symptome wie Lähmungen oder Harn- und Stuhlinkontinenz treten auf.

Anatomie des unteren Rückens

Die Wirbelsäule besteht aus insgesamt 24 Wirbeln. Die Wirbel nehmen zur Lendenwirbelsäule hin an Größe zu. Das Verhältnis von der leichteren Knochensubstanz, den Knochenbälkchen (Spongiosa), zu kompakter Knochensubstanz im Wirbelkörper nimmt ebenfalls zu, da die Belastung der Wirbelsäule zur Lendenwirbelsäule hin ansteigt. Im unteren Rücken lastet also besonders viel Gewicht auf der Wirbelsäule – deutlich mehr als zum Beispiel auf den Halswirbeln. Daher sind degenerative Veränderungen und Schmerzen (Kreuzschmerzen) im unteren Rücken besonders häufig.

Das Kreuzbein (Os sacrum) befindet sich unter den Lendenwirbeln und über dem Steißbein. Über das Kreuzbein-Darmbeingelenk (auch Iliosakralgelenk oder Sakroiliakalgelenk) ist es mit dem Becken (Pelvis) verbunden und bildet mit den Hüftbeinen (Os coxae) das knöcherne Becken oder den Beckengürtel. Das Kreuzbein besteht aus fünf Wirbeln, die miteinander verwachsen sind und dem Oberkörper eine feste Basis geben.

Weiterlesen: Kreuzschmerzen: Ursachen

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