Kreislaufprobleme: Diagnose

Veröffentlicht von: Till von Bracht (16. Juni 2016)

Um die akute Ursache für Kreislaufprobleme festzustellen, ist es hilfreich, noch während der akuten Beschwerden den Blutdruck und die Herzfrequenz zu kontrollieren: Der Arzt kann so erkennen, ob beispielsweise ein niedriger Blutdruck oder Puls die Probleme auslöst. Daraus können sich bereits erste Hinweise auf die mögliche Ursache der Kreislaufprobleme ergeben.

Bei einer Kreislaufschwäche besteht der nächste Schritt zur Diagnose darin, eine ausführliche Krankengeschichte zu erheben (Anamnese). Dabei fragt der Arzt vor allem, ob eine Grunderkrankung vorliegt, ob und welche Medikamente man einnimmt und welche Ereignisse oder Bedingungen zum Auftreten der Kreislaufprobleme führten.

Um zu klären, was hinter den Kreislaufproblemen steckt, ist zudem eine körperliche Untersuchung wichtig, bei der der Arzt

  • den Herzschlag auf Regelmäßigkeit und Frequenz kontrolliert,
  • den Blutdruck misst
  • und nach körperlichen Auffälligkeiten sucht.

Um die Ursache für die Kreislaufbeschwerden einzugrenzen, kann der sogenannte Schellong-Test (d.h. mehrere Messungen von Blutdruck und Puls im Liegen und anschließend im Stehen) erfolgen.

Je nach Untersuchungsergebnissen machen die Kreislaufprobleme weitere Maßnahmen und die Suche nach eventuellen unbekannten Grunderkrankungen nötig. Zur Basisdiagnostik bei Kreislaufbeschwerden gehören

Darüber hinaus können – abhängig von der vermuteten Ursache für die Kreislaufprobleme – zum Beispiel eine Echokardiographie oder eine Elektroenzephalographie (EEG) zum Einsatz kommen.