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Kopfschmerzen (Cephalgie)

Kopfschmerzen (Cephalgie): Therapie

Stand: 28. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei Kopfschmerzen (Cephalgie) ist nicht in jedem Fall eine Therapie notwendig. Viele Kopfschmerzen verschwinden nach kurzer Zeit von selbst. Insbesondere wenn die Kopfschmerzen durch vorübergehende Überanstrengung, Schlafmangel oder durch vorabendlichen übermäßigen Alkoholkonsum bedingt sind oder zum Beispiel im Rahmen einer Erkältung auftreten, klingen sie auch ohne Behandlung wieder ab.

Anders bei Kopfschmerzen wie der Migräne: Bei dieser Erkrankung treten die Kopfschmerzen bei den meisten Betroffenen attackenweise immer wiederkehrend auf, was oft eine langfristige Kopfschmerz-Therapie erfordert. Auch wenn eine ernste Erkrankung wie ein Hirntumor hinter den Beschwerden steckt, ist eine gezielte Therapie nötig. Eine solche Erkrankung ist allerdings in den seltensten Fällen der Auslöser; meist haben Kopfschmerzen eine harmlose Ursache.

Bei Kopfschmerzen richtet sich die Therapie nach der Ursache der Schmerzen. Anfallsweise auftretende Kopfschmerzen wie die Migräne sowie potenziell lebensgefährliche Erkrankungen wie eine Hirnhautentzündung, ein Schlaganfall oder Hirntumoren gehören in ärztliche Behandlung. Freiverkäufliche Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Ibuprofen und Kombinationspräparate (z.B. Acetylsalicylsäure + Paracetamol + Coffein) sind in der Selbstmedikation zwar sehr beliebt – sie sollten aber mit Bedacht angewendet werden. Hierbei gilt die Regel, dass solche Schmerzmittel keinesfalls häufiger als an zehn Tagen im Monat und nicht häufiger als an drei aufeinander folgenden Tagen eingenommen werden sollten. Andernfalls sind Kopfschmerzen durch Schmerzmittel möglich (sog. medikamenteninduzierter Kopfschmerz).

Neben der medikamentösen Behandlung sind bei Kopfschmerzen oft auch weitere Therapie-Maßnahmen hilfreich. Dies können zum Beispiel Massagen, Akupunktur, autogenes Training und physikalische Therapie sein. Nicht alle dieser Verfahren sind in der Behandlung von Kopfschmerzen auch wissenschaftlich gesichert und finden sich im Leistungskatalog der Krankenkassen. Welches Verfahren im Einzelfall Erfolg versprechend ist, besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt.

Darüber hinaus können Sie mit einigen Verhaltensweisen die Kopfschmerzen lindern oder ihnen vorbeugen:

  • Vermeiden Sie Stress.
  • Bewegen Sie sich ausreichend; treiben Sie Sport.
  • Erlernen Sie Entspannungsübungen.
  • Legen Sie regelmäßige Pausen von der Arbeit ein.
  • Nehmen Sie geregelte Mahlzeiten zu sich.
  • Ernähren Sie sich gesund und vollwertig.
  • Trinken Sie ausreichend Wasser, Saftschorle oder Kräutertee.
  • Sorgen Sie für ausreichend erholsamen Schlaf.
  • Meiden Sie möglichst Alkohol und Nikotin.

Weiterlesen: Kopfschmerzen (Cephalgie): Therapie – Kopfschmerzen und Hausmittel

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