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Kopfschmerzen (Cephalgie): Es hämmert und dröhnt: Therapie

Veröffentlicht von: Till Hansmeier (26. Februar 2014)

Bei Kopfschmerzen (Cephalgie) ist nicht in jedem Fall eine Therapie notwendig. Viele Kopfschmerzen verschwinden nach kurzer Zeit von selbst. Insbesondere wenn die Kopfschmerzen durch vorübergehende Überanstrengung, Schlafmangel oder übermäßigen Alkoholkonsum bedingt sind oder zum Beispiel im Rahmen einer Erkältung auftreten, klingen sie auch ohne Behandlung wieder ab.

Anders bei Kopfschmerzen wie der Migräne: Bei dieser Erkrankung treten die Kopfschmerzen bei den meisten Betroffenen attackenweise immer wieder auf, was oft eine langfristige Kopfschmerz-Therapie erfordert. Auch wenn eine ernste Erkrankung wie ein Hirntumor hinter den Beschwerden steckt, ist eine gezielte Therapie nötig. Eine solche Erkrankung ist allerdings in den seltensten Fällen der Auslöser; meist haben Kopfschmerzen eine harmlose Ursache.

Eine Frau hat die Augen geschlossen und den Zeigefinger an ihre Schläfe gelegt.

Für Kopfschmerzen kommen unterschiedlichste Ursachen infrage.

Bei Kopfschmerzen richtet sich die Therapie nach der Ursache der Schmerzen. Anfallsweise auftretende Kopfschmerzen wie die Migräne sowie potenziell lebensgefährliche Erkrankungen wie eine Hirnhautentzündung, ein Schlaganfall oder Hirntumoren gehören in ärztliche Behandlung.

Freiverkäufliche Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Ibuprofen und Kombinationspräparate (z.B. Acetylsalicylsäure + Paracetamol + Coffein) sind in der Selbstmedikation zwar sehr beliebt – sie sollten aber mit Bedacht angewendet werden.

Bei freiverkäuflichen Schmerzmitteln gilt die Regel, dass diese keinesfalls häufiger als an zehn Tagen im Monat und nicht häufiger als an drei aufeinander folgenden Tagen eingenommen werden sollten. Andernfalls sind Kopfschmerzen durch Schmerzmittel möglich (sog. medikamenteninduzierter Kopfschmerz).

Vorsicht ist auch geboten bei der Therapie von Kopfschmerzen in der Schwangerschaft. Für werdende Mütter ist es ratsam, auch bei frei verkäuflichen Medikamenten vor der Einnahme immer beim Arzt oder Apotheker nachzufragen. In der Regel gilt Paracetamol in der Schwangerschaft als Mittel der ersten Wahl. Andere Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure und Ibuprofen gelten nur in bestimmten Abschnitten der Schwangerschaft als unbedenklich für Mutter und Kind. Auch für die Stillzeit gelten spezielle Regeln, da sich viele Wirkstoffe über die Muttermilch auch auf das Baby auswirken.

Neben der medikamentösen Behandlung sind bei Kopfschmerzen oft auch weitere Therapie-Maßnahmen hilfreich. Dies können zum Beispiel Massagen, Akupunktur, autogenes Training oder physikalische Therapie (z.B. Wärmebehandlungen am Nacken) sein. Nicht alle dieser Verfahren sind in der Behandlung von Kopfschmerzen auch wissenschaftlich gesichert und finden sich im Leistungskatalog der Krankenkassen. Welches Verfahren im Einzelfall Erfolg versprechend ist, besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt.

Darüber hinaus können Sie mit einigen Verhaltensweisen die Kopfschmerzen lindern oder ihnen vorbeugen:




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