Konzentrations- schwäche, Konzentrationsstörung

Konzentrationsschwäche, Konzentrationsstörung: Therapie

Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Konzentrationsschwäche oder Konzentrationsstörung richtet sich die Therapie immer nach den individuellen Ursachen. Um die Fähigkeit zur Konzentration zu fördern, ist es allgemein wichtig, auf eine fett- und zuckerarme und vitaminreiche Ernährung zu achten, die außerdem reich an Selen, Niacin und Cholin ist. Ist Stress und Überforderung die Ursache einer Konzentrationsstörung, können Entspannungsübungen – wie zum Beispiel autogenes Training, Yoga oder progressive Muskelentspannung – und ausreichend Schlaf helfen, die Konzentration zu verbessern. Auch Akupunktur kann zur Förderung der Konzentration beitragen. Darüber hinaus sind genügend Bewegung und der Verzicht auf Kaffee, Nikotin und Alkohol eine große Hilfe bei einer Konzentrationsschwäche oder -störung, da sich eine solche Lebensweise positiv auf das Konzentrationsvermögen auswirkt.

Zur gezielten Steigerung der Konzentration sind spezielle Konzentrationsübungen empfehlenswert. Hierzu gehören beispielsweise Fehlersuch-Bilder, Kreuzwort- und Zahlenrätsel. Sehr hilfreich zur Therapie einer Konzentrationsschwäche oder Konzentrationsstörung sind auch sogenannte Über-Kreuz-Übungen, bei denen Sie zum Beispiel erst das rechte Knie mit dem linken Ellenbogen und danach das linke Knie mit dem rechten Ellenbogen berühren. Alternativ können Sie Ihre Konzentration auch trainieren, indem Sie mit der linken Hand das rechte Ohr reiben und danach mit der rechten Hand das linke Ohr.

Bei einer Konzentrationsschwäche bei Kindern können außerdem viele Spiele dazu beitragen, eine bessere Konzentration zu erreichen: So können Sie zum Beispiel "heimlich" die Anordnung von Spielsachen oder Büchern in einem Regal ändern und Ihr Kind anschließend bitten, die Veränderungen zu benennen. Außerdem ist es bei einer Konzentrationsschwäche zur Therapie empfehlenswert, nur eine begrenzte Zeit vor dem Fernseher oder mit anderen Medien zu verbringen. Ist Ihr Kind unkonzentriert, bringen Geschimpfe oder Bestrafungen jedoch nichts: Ein solches Verhalten ist kein geeignetes Mittel, um gegen die Konzentrationsschwäche Ihres Kindes anzugehen, sondern erhöht nur dessen Frustration und Verzweiflung. Damit Kinder ein gesundes Selbstvertrauen aufbauen können, ist es jedoch wichtig, dass sie sich mit all ihren Schwächen angenommen fühlen.

Ist die Konzentrationsstörung Symptom einer anderen Grunderkrankung wie einer Schilddrüsenüberfunktion oder Depression oder basiert sie auf einer Wahrnehmungsstörung, besteht die Therapie in erster Linie darin, diese Ursache zu behandeln. Besondere Behandlungsmöglichkeiten bestehen auch bei Kindern mit ADHS.

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