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Konzentrations­schwäche, Konzentrationsstörung: Therapie

Veröffentlicht von: Till von Bracht (17. Juli 2013)

Bei einer Konzentrationsschwäche oder Konzentrationsstörung hängt die Therapie immer von den individuellen Ursachen ab. Allgemein können Sie jedoch die Fähigkeit zur Konzentration fördern, indem Sie auf eine fett- und zuckerarme und vitaminreiche Ernährung achten, die außerdem reich an Selen, Niacin und Cholin ist.

Darüber hinaus sind genügend Bewegung und der Verzicht auf Kaffee, Nikotin und Alkohol eine große Hilfe bei einer Konzentrationsschwäche oder Konzentrationsstörungen, da sich eine solche Lebensweise positiv auf das Konzentrationsvermögen auswirkt. Stecken Stress und Überforderung hinter einer Konzentrationsstörung, kann eine Therapie durch Entspannungsübungen – wie zum Beispiel autogenes Training, Yoga oder progressive Muskelentspannung – und ausreichend Schlaf helfen, die Konzentration zu steigern. Auch Akupunktur kann dazu beitragen, die Konzentration zu verbessern.

Um die Konzentration gezielt zu steigern, sind spezielle Konzentrationsübungen empfehlenswert. Hierzu gehören beispielsweise Fehlersuch-Bilder, Kreuzwort- und Zahlenrätsel. Hilfreich bei einer Konzentrationsschwäche oder Konzentrationsstörung ist auch die Therapie durch sogenannte Über-Kreuz-Übungen, bei denen Sie zum Beispiel erst das rechte Knie mit dem linken Ellenbogen und danach das linke Knie mit dem rechten Ellenbogen berühren. Alternativ können Sie Ihre Konzentration auch trainieren, indem Sie mit der linken Hand das rechte Ohr reiben und danach mit der rechten Hand das linke Ohr.

Bei einer Konzentrationsschwäche bei Kindern sind zur Therapie außerdem viele Spiele geeignet, um die Fähigkeit zur Konzentration zu fördern: So können Sie zum Beispiel "heimlich" die Anordnung von Spielsachen oder Büchern in einem Regal ändern und Ihr Kind anschließend bitten, die Veränderungen zu benennen. Außerdem ist es bei einer Konzentrationsschwäche oder Konzentrationsstörung empfehlenswert, die vor dem Fernseher oder mit anderen Medien verbrachte Zeit zu begrenzen.

Ist ein Kind unkonzentriert, bringen Geschimpfe oder Bestrafungen jedoch nichts: Ein solches Verhalten ist kein geeignetes Mittel, um gegen eine Konzentrationsschwäche bei Kindern anzugehen, sondern erhöht nur deren Frustration und Verzweiflung. Damit Kinder ein gesundes Selbstvertrauen aufbauen können, ist es wichtig, dass sie sich mit all ihren Schwächen angenommen fühlen.

Ist eine Konzentrationsschwäche oder Konzentrationsstörung das Symptom einer anderen Grunderkrankung wie einer Schilddrüsenüberfunktion oder Depression oder basiert sie auf einer Wahrnehmungsstörung, besteht die Therapie in erster Linie darin, diese Ursache zu behandeln. Besondere Behandlungsmöglichkeiten bestehen auch bei Kindern mit ADHS.




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