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Koma (Bewusstlosigkeit, Ohnmacht)

Koma (Bewusstlosigkeit, Ohnmacht)

Koma (Bewusstlosigkeit, Ohnmacht): Diagnose

Stand: 28. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Bewusstlosigkeit – insbesondere bei einem Koma – ist vor allem die richtige Diagnose wichtig. Finden Sie einen Menschen auf, der schlaff am Boden liegt, sollten Sie die Person ansprechen oder durch vorsichtiges Rütteln versuchen zu wecken. Zeigt die Person keine Reaktion darauf, so ist sie höchstwahrscheinlich bewusstlos und benötigt dringend ärztliche Hilfe.

Der Notarzt ist auf die Schilderung von Begleitpersonen angewiesen (z.B. Zeugen bei einem Unfall oder Angehörige). Es ist also wichtig, von möglichen Vergiftungen (wie Alkohol, Drogenkonsum) oder Vorerkrankungen (wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Schlaganfall) zu berichten. Der erste Eindruck, beispielsweise wenn Kopfverletzungen vorhanden sind oder der Betroffene stark nach Alkohol riecht, kann bereits erste Hinweise auf die Ursache der Bewusstlosigkeit liefern.

Der Notarzt prüft bei Bewusstlosigkeit beziehungsweise Koma zunächst die Vitalzeichen des Betroffenen – dazu gehören vor allem die Atmung, der Blutdruck und der Puls. Mithilfe eines EKG-Geräts kann der Notarzt auch meist an Ort und Stelle die Herzfunktion kontrollieren und zum Beispiel schwere Herzrhythmusstörungen als Ursache der Bewusstlosigkeit rasch feststellen.

Der Arzt testet die Reflexe, prüft Bewegung und Empfindung, schaut sich die Augäpfel und Pupillen an und führt erste schnelle Bluttests (z.B. Blutzuckermessung) durch. Nach den Erste-Hilfe-Maßnahmen sind – je nach Ursache der Bewusstlosigkeit – weitere Untersuchungen in der Klinik notwendig. Dies können beispielsweise weiterführende Blutuntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen, Röntgenaufnahmen, eine Computertomographie (CT), Kernspintomographie (MRT), Elektroenzephalographie (EEG), Angiographie, Liquorpunktion (Hirnwasseruntersuchung) und weitere neurologische Untersuchungen sein.

Mittels sogenannter Koma-Skalen (wie Glasgow Coma Scale, Brüsseler Koma Skala) teilen Mediziner die Bewusstlosigkeit im Rahmen der Diagnose in den entsprechend zutreffenden Grad ein. Die Gradeinteilung dieser Skalen reicht von "Bewusstseinsklarheit" (keine Bewusstlosigkeit) bis hin zum "Koma" (völlige Bewusstlosigkeit).

Weiterlesen: Koma (Bewusstlosigkeit, Ohnmacht): Therapie

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