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Knieschmerzen

Veröffentlicht von: Till von Bracht (07. Dezember 2016)

© iStock

Egal ob nach dem Joggen, nach einem Sturz oder beim Treppensteigen – Knieschmerzen können in den unterschiedlichsten Situationen auftreten. Häufig steckt eine Fehl- oder Überlastung dahinter, nicht selten im Zusammenhang mit Sport: Dann reicht es meist schon aus, wenn man das betroffene Knie für einige Zeit schont – das heißt hochlagern und wenig belasten. 

Ist das Knie zusätzlich entzündet und geschwollen, können auch Kühlung und entzündungshemmende Schmerzmittel (z.B. Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen) helfen. Erst wenn die Schmerzen abgeklungen sind, sollte man die Belastung nach und nach wieder steigern: Bei einem sogenannten Läuferknie kann dies auch schon mal eine Laufpause von zwei bis drei Monaten bedeuten. 

Wenn diese Maßnahmen nicht helfen, wenn die Beschwerden immer wiederkommen oder wenn die Knieschmerzen ohne einen ersichtlichen Grund aufgetreten sind, sollte man am besten direkt den Hausarzt oder einen Orthopäden aufsuchen.

Gerade bei älteren Menschen kann zum Beispiel auch eine Arthrose, also Gelenkverschleiß, hinter den Schmerzen im Knie stecken. In solchen Fällen wird man zunächst versuchen, mit gezielten Kraftübungen und Gymnastik den fortschreitenden Gelenkverschleiß zu verzögern. Im fortgeschrittenen Stadium kann allerdings auch eine Operation ratsam sein. 

Das Kniegelenk bietet viele Ansatzpunkte für Knieschmerzen

Das Knie ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers – und gleichzeitig eines der kompliziertesten. Schließlich muss es auf der einen Seite enormen Belastungen standhalten und für Stabilität sorgen, auf der anderen Seite muss es aber auch dynamische Streck-, Beuge- oder Drehbewegungen zulassen. 

Das Kniegelenk verbindet den Oberschenkelknochen (Femur) und den Schienbeinknochen (Tibia) des Unterschenkels. Zwischen diesen Knochen befinden sich im Gelenk die beiden Menisken, zwei halbmondförmige Knorpelscheiben, die als Puffer dienen. Davor liegt die knöcherne Kniescheibe (Patella).

Das Kniegelenk wird durch Bänder und Muskeln zusammengehalten, unter anderem innen und außen durch die Seitenbänder und weiterhin durch die Kreuzbänder.

Anatomie des Kniegelenks

Verschiedene Strukturen im Kniegelenk können für die Knieschmerzen verantwortlich sein. Die genaue Lokalisation der Beschwerden hilft dabei, die Ursache für die Schmerzen einzugrenzen.

Knieschmerzen an der Innenseite des Kniegelenks deuten zum Beispiel eher auf eine Verletzung des Innenmeniskus hin – wie etwa ein Meniskusriss, der häufig durch eine falsche Bewegung beim Sport entsteht. Knieschmerzen an der Außenseite hingegen sind häufig auf ein sogenanntes Läuferknie zurückzuführen – entstanden durch eine Überlastung des seitlich verlaufenden Tractus iliotibialis

Je nachdem, welche Ursache für die Knieschmerzen verantwortlich ist, können unterschiedliche Therapiemöglichkeiten helfen. Oft reicht es schon aus, wenn man das betroffene Knie für einige Zeit schont. 

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In einigen Fällen, wie zum Beispiel bei einem Kreuzbandriss, kann es allerdings notwendig sein, dass der Arzt das betroffene Knie operiert. Nach einem solchen Eingriff ist es meist wichtig, eine entsprechende Bandage oder Schiene zu tragen, sowie die Muskulatur wieder mit Krankengymnastik aufzubauen.

Neben diesen Therapie-Optionen können auch Medikamente gegen Knieschmerzen helfen. Am häufigsten kommen dabei bestimmte Schmerzmittel, die sogenannten NSAR (nicht-steroidale Antirheumatika) zum Einsatz. Diese sollen die Schmerzen im Knie sowie eventuelle Entzündungen im Kniegelenk lindern.

Knieschmerzen: Was kann man tun, damit es gar nicht es so weit kommt? 

  1. Viel bewegen, aber wenig belasten
  2. Bei Übergewicht sollte man versuchen, Gewicht abzunehmen.
  3. Beim Aufstehen oder Hinsetzen sollte man sich mit den Armen abstützen.
  4. Das Tragen schwerer Lasten so gut es geht vermeiden.
  5. Kniegelenke brauchen Entlastung – daher sollte man längeres Stehen vermeiden.
  6. Hohe Absätze fördern die Entstehung von Knieschmerzen.
  7. Weiche Sohlen hingegen wirken wie eine Art Stoßdämpfer.
  8. Starke Kniebeugung sollte man möglichst vermeiden – wie etwa beim Fersensitz oder in der Hocke.
  9. Empfehlenswert sind kniefreundliche Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren.
  10. Eine starke Muskulatur gibt dem Kniegelenk Stabilität: Daher kann Krafttraining dabei helfen, Knieschmerzen zu verhindern. 

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