Knieschmerzen: Was tun?

Veröffentlicht von: Till von Bracht (07. Dezember 2016)

Was gegen die Knieschmerzen hilft, hängt in erster Linie von der Ursache ab. Wenn etwa eine Überlastung nach dem Sport der Grund ist, sollte man das Knie für einige Zeit schonen. Ein typisches Beispiel ist das Läuferknie. Die betroffenen Sportler sollten eine Laufpause einlegen und gegebenenfalls auf gelenkschonende Sportarten ausweichen – wie Radfahren oder Schwimmen. Nach einiger Zeit verschwinden die Schmerzen dann oft von selbst.

Vorübergehend lassen sich Knieprobleme auch mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln (z.B. Acetylsalicylsäure, Diclofenac) lindern, die es vorwiegend als Tabletten, Pflaster oder Salben gibt. Auch Gelenkinjektionen und Gelenkspülungen mit Kortisonpräparaten oder lokalen Betäubungsmitteln können gegen Knieschmerzen helfen.

Bei einigen Ursachen kann allerdings ein operativer Eingriff ratsam sein – etwa wenn die Knieschmerzen aufgrund von Beinfehlstellungen immer wiederkommen. Viele Knieschäden können Ärzte heutzutage im Rahmen einer Arthroskopie (Kniegelenkspiegelung) operieren.

Ein Beispiel: Bei einer Kniegelenksarthrose ist manchmal eine sogenannte gelenknahe Osteotomie sinnvoll. Bei diesem Eingriff durchtrennt der Chirurg Knochengewebe beziehungsweise schneidet ein Stück des Knochens aus, um eine Fehlstellung des Gelenks zu korrigieren. Ziel ist es, das Kniegelenk langfristig zu entlasten. In einigen Fällen, wenn andere Behandlungen nicht helfen und die Beschwerden extrem beeinträchtigen, kommt ein künstlicher Gelenkersatz (Knieprothese) infrage. Das Kniegelenk wird nach dem Hüftgelenk am zweithäufigsten ersetzt.

Unterstützend sind bei Knieschmerzen weitere Maßnahmen hilfreich. Ob vorübergehende Schonung oder Bewegung und ob Wärme oder Kühlung besser sind, hängt vom jeweiligen Knieproblem ab. Wenn Sie selbst an Schmerzen im Knie leiden, können Sie mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen, welche der folgenden Therapie-Formen für Sie geeignet sind:


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