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Juckreiz (Pruritus): Definition

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (20. August 2013)

Egal, ob er die Haut am ganzen Körper oder nur die Kopfhaut betrifft – Juckreiz (Pruritus) ist ein unangenehmes Gefühl. Juckreiz veranlasst den Betroffenen, sich an der Stelle zu kratzen, zu scheuern oder zu drücken. In den meisten Fällen ist Juckreiz zwar lästig, aber harmlos.

Empfindungen der Haut wie beispielsweise Schmerz, Kälte- oder Hitzegefühl dienen als Warnsignale und lösen Schutzreflexe aus – zum Beispiel das schnelle Wegziehen der Hand von einer heißen Herdplatte. Auch Juckreiz (Pruritus) zählt im Prinzip zu diesen Schutzmechanismen: Er löst Kratzbewegungen aus, die dazu dienen, schädliche Parasiten oder andere Fremdkörper von der Hautoberfläche zu entfernen. Im Gegensatz zu einem kurzfristigen, akuten Juckreiz – für den es oftmals keinen erkennbaren Grund gibt –, kann lang anhaltender, chronischer Juckreiz auf eine Erkrankung oder Störung hinweisen. Verschiedene Krankheiten können dann die Ursache sein.

Besonders starker Juckreiz tritt bei Erkrankungen der Haut auf. Dazu gehören zum Beispiel Neurodermitis, Allergien oder Hautinfektionen. Aber auch Stoffwechselstörungen wie ein Diabetes mellitus können zu Pruritus führen. Ebenso klagen Patienten mit Leber- und Blutkrankheiten oder bestimmten Krebserkrankungen mitunter über Juckreiz. Nicht nur Krankheiten, sondern auch Medikamente können als Nebenwirkung Pruritus hervorrufen. Auch bestimmte Botenstoffe im Körper, wie zum Beispiel Histamin, können Juckreiz auslösen. Histamin spielt eine wichtige Rolle bei allergischen Reaktionen, etwa bei Heuschnupfen. Dort verursacht es unter anderem Juckreiz in der Nase.

Der Juckreiz kann auf bestimmte Hautregionen begrenzt sein. Beispiele dafür sind Juckreiz am After, im Genitalbereich – oder wenn nur die Kopfhaut juckt. Wenn nicht nur ein Bereich, sondern der ganze Körper juckt, spricht man von generalisiertem Juckreiz.

Wenn der Juckreiz scharf begrenzt auftritt und sich gut lokalisieren lässt, bezeichnen Mediziner ihn als epikritischen Pruritus. Ein brennender und schlecht lokalisierbarer Juckreiz hingegen heißt protopathischer Pruritus. Treten Veränderungen der Haut – wie ein Hautausschlag – gleichzeitig mit Juckreiz auf, spricht man von einer Prurigo.

Juckreiz ist das am häufigsten vorkommende Symptom, das von der Haut ausgeht.




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