Anzeige

Anzeige

Hühnerauge

Veröffentlicht von: Till von Bracht (21. April 2015)

© Jupiterimages/Pixland

Mit einem Hühnerauge (Clavus) hatte wahrscheinlich jeder schon einmal zu kämpfen. Ob auf der Zehenoberfläche, an den Seiten der Zehen oder am Ballen – Hühneraugen treten in aller Regel an den Füßen auf.

Hühneraugen sind verdickte und verhornte Stellen am Fuß infolge wiederholter Druckbelastungen und Reibung. Jedes Hühnerauge bildet in seiner Mitte eine Art Dorn, der ebenfalls aus Hornhaut besteht und bis tief in die Unterhaut eindringt (darum auch die Bezeichnung Clavus für das Hühnerauge: Das lateinische Wort clavus bedeutet Nagel).

Ein Hühnerauge tritt häufig an Stellen auf, an denen die Haut direkt über einem Knochen liegt, zum Beispiel an den Zehen. Zu den häufigsten Gründen für die Entstehung von Hühneraugen zählen:

  • falsch sitzende Schuhe und
  • Fußfehlstellungen.
Frauen sind häufiger von Hühneraugen betroffen als Männer! Der Grund: Für viele Frauen müssen Schuhe vor allem eines – gut aussehen. Schicke Riemchensandalen oder raffinierte Pumps sind aber nur selten bequem. Die möglichen Folgen: Druckstellen und Blasen bis hin zum Hühnerauge!

Unbequeme und zu enge Schuhe führen schnell zu Druckstellen – vor allem wer im Sommer gerne ohne Socken in die Schuhe schlüpft, riskiert durch die Reibung an den Füßen, ein Hühnerauge zu bekommen. Dies stellt nicht nur ein kosmetisches Problem dar: Ein Clavus ist vor allem sehr schmerzhaft – besonders, wenn er auf einem Gelenk oder unter der Fußsohle liegt.

Man sieht eine Frau, die ihren Fuß von unten betrachtet. © Jupiterimages/Hemera

Ein Hühnerauge tritt fast immer an den Füßen auf.

Versuchen Sie aber auf keinen Fall, das Hühnerauge selbstständig mit einem Messer oder einer Schere herauszuschneiden! Häufig kommt es bei solchen Versuchen, den Clavus loszuwerden, zu Verletzungen der umliegenden Haut.

Zudem kann ein Hühnerauge bei oberflächlicher Betrachtung einer Dornwarze sehr ähnlich sehen. Im Gegensatz zu Hühneraugen entstehen Warzen jedoch durch eine Virusinfektion, genauer gesagt durch das humane Papillomvirus (HPV). Wer gewaltsam eine Dornwarze herausschneidet, verbreitet das ansteckende Virus auf seiner Haut, sodass sich weitere Warzen bilden können.

Deshalb ist es bei Verdacht auf ein Hühnerauge ratsam, sicherheitshalber zu einem Hautarzt zu gehen – er kann sicher feststellen, ob es sich um einen Clavus oder um eine andere Hautveränderung wie eine Warze handelt. Zudem kann der Arzt Hühneraugen samt Dorn entfernen – und zwar schonend und sorgfältig, ohne dabei die umliegende Haut zu verletzen.

Je früher Sie ein Hühnerauge entdecken, desto schneller und einfacher lässt es sich behandeln.

Anzeige

Wer schon häufiger ein Hühnerauge hatte, für den ist es wichtig, die Ursache zu erkennen und zu behandeln: Oft reicht es schon aus, auf drückende oder scheuernde Schuhe zu verzichten, um Hühneraugen zu vermeiden. Ist eine Zehen- oder Fußfehlstellung für den Clavus verantwortlich, hilft ein Schuhwechsel aber meist nur in geringem Maße. Wer wegen einer Fußfehlstellung immer wieder Hühneraugen bekommt, kann sich von einem Arzt orthopädische Einlagen verschreiben lassen. In manchen Fällen kann auch eine Operation sinnvoll sein, um die Fehlstellung zu korrigieren.

Anzeige

Wie steht es um Ihre Gesundheit?




Symptom-Check


Anzeige