Hörprobleme

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. Juli 2016)

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Hörprobleme (Hörstörungen) kommen sehr häufig vor. Ein Hörproblem, das besonders ältere Menschen betrifft, ist die Schwerhörigkeit.

Mit zunehmendem Alter lässt oft das Gehör nach – hier führt eine Altersschwerhörigkeit dann bei den Betroffenen zu Hörproblemen. Auch jüngere Menschen sind zunehmend von Hörproblemen betroffen. Ursache sind hier meist Lärmschäden – etwa durch laute Musik über Kopfhörer oder in der Diskothek.

In Deutschland klagen rund 15 Millionen Menschen über gelegentliche oder häufige Hörprobleme. Die sogenannte Lärmschwerhörigkeit ist mit rund 8.000 Fällen pro Jahr die häufigste anerkannte Berufskrankheit.

Hörprobleme sind per Definition Beeinträchtigungen oder Störungen des normalen Hörvermögens.

Sie äußern sich zum Beispiel durch ein verschlechtertes Gehör bis hin zur Taubheit. Aber auch eine verstärkte Lärmempfindlichkeit (Hyperakusis) sowie Ohrgeräusche (Tinnitus) sind typische Hörprobleme.

Wieso wird ein Mensch schwerhörig? Unser Video zum Thema Schwerhörigkeit zeigt Ihnen, wie diese Hörstörung entsteht!

Hörstörungen treten vor allem mit zunehmendem Lebensalter als normale Altersschwerhörigkeit auf. Im Alter führen Hörprobleme dazu, dass Betroffene Töne in hohen Tonlagen schlechter wahrnehmen. Dies betrifft in Bezug auf die Sprache vor allem Konsonanten wie K, L oder S. In manchen Fällen sind aber auch schon Säuglinge oder Kleinkinder von Hörproblemen betroffen.

Das Ohr ist ein komplexes Gebilde, welches uns zusammen mit dem Hörzentrum im Gehirn ermöglicht, Laute wahrzunehmen.
Das Ohr besteht aus

Anatomische Ansicht des menschlichen Ohres

Aufbau des Ohrs

Die Ohrmuschel nimmt Schallwellen aus der Umwelt auf und leitet sie durch den äußeren Gehörgang zum Trommelfell. Das Trommelfell ist eine dünne, gespannte Haut, die zwischen Außenohr und Mittelohr liegt. Die auftreffenden Schallwellen bringen das Trommelfell in Schwingung. An der Innenseite des Trommelfells grenzen die drei Gehörknöchelchen an – Amboss, Hammer und Steigbügel. Sie sind miteinander verbunden und bilden die Gehörknöchelchenkette. Die Schwingungen des Trommelfells übertragen sich auf die Gehörknöchelchen, die ebenfalls anfangen zu schwingen. Das letzte Gehörknöchelchen, der Steigbügel, überträgt die Schwingungen dann an das Innenohr. Kommt es in diesem Bereich zu einer Schallleitungsstörung, kann dies zu Hörproblemen führen.

Das Innenohr verarbeitet die ankommenden Schallwellen. Hier befinden sich die Hörschnecke (Cochlea) und das Gleichgewichtsorgan. In der Hörschnecke werden die mechanischen Schwingungen in elektrische Impulse umgewandelt. Der Hörnerv leitet diese Impulse an das Gehirn weiter. Das Gehirn verarbeitet die ankommenden Signale in Hörwahrnehmungen. Erkrankungen von Innenohr, Hörnerv oder Hörzentrum verursachen sogenannte Schallempfindungsstörungen.


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