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Hodenveränderungen: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. Juli 2014)

Bei einer Hodenveränderung sind ein oder beide Hoden in ihrer Form, Größe oder Lage verändert. Entzündliche Veränderungen beispielsweise können das Hodengewebe zusätzlich erwärmen, andere Hodenveränderungen verursachen eine abweichende Konsistenz.

Zu möglichen Ursachen von Hodenveränderungen zählen zum Beispiel Entwicklungsstörungen und angeborene Fehlbildungen, Verletzungen und Erkrankungen des Hodens. Aber auch Haut- und Geschlechtskrankheiten können den Hoden verändern und zum Beispiel zu einem Ausschlag am Hodensack führen.

Der Hoden ist ein pflaumenförmiges, paariges Geschlechtsorgan des Manns, in dem die Samenzellen (Spermien) und Geschlechtshormone – vor allem Testosteron) – gebildet werden. Mit den Hoden sind die beiden Nebenhoden verwachsen, in denen die Spermien reifen.

Die Hoden liegen während der Embryonalentwicklung in der Bauchhöhle und wandern im weiteren Verlauf in den Hodensack. Bereits bei diesem Vorgang kann es zu Störungen im sogenannten Hodenabstieg kommen. Wandert ein Hoden nicht wie vorgesehen aus der Bauchhöhle in den Hodensack, sondern verbleibt an seinem Ursprungsort, spricht man von einem Kryptorchismus. Der Hoden nimmt also eine falsche Lage ein, genau wie beim Leistenhoden, wo der Hoden im Leistenkanal bleibt.

Ein Gleithoden liegt ebenfalls im Leistenkanal, lässt sich aber durch leichten Druck in den Hodensack verlagern. Danach nimmt er aufgrund eines zu kurzen Samenstrangs wieder seine Position in der Leiste ein. Im Gegensatz hierzu liegt der sogenannte Pendelhoden oder auch Wanderhoden normal im Hodensack, kann aber durch bestimmte Reflexe oder Reize, wie zum Beispiel sexuelle Erregung, in den Leistenkanal rutschen.

Bei Hodenveränderungen wie einer Hodenentzündung (Orchitis) oder Hodendrehung (Hodentorsion) ist der Hoden oft angeschwollen und der Hodensack gerötet. Hierbei können starke Schmerzen im Bereich des Hoden, aber auch in der Leiste und im Bauch auftreten. Eine Entzündung des Hodens kann in manchen Fällen zum Beispiel durch einen Unfall entstehen. Häufige Ursachen einer Orchitis sind Infektionen mit Bakterien oder Viren. In manchen Fällen ist auch der Nebenhoden (Epididymis) entzündet.

Hodenveränderungen können sehr unterschiedliche Symptome hervorrufen. Oft bemerken Betroffene sie erst überhaupt nicht, es sei denn, sie leiden unter Hodenschmerzen.

Im Fall eines Hodenhochstands sind die Hoden nicht im Hodensack tastbar oder nur durch Druck auf die Leiste (Leistenhoden). Bei einer Hodentorsion – einer Drehung des Hodens beziehungsweise Hodenstiels – treten aber meist äußerliche Veränderungen auf. Der Hodensack ist an der betroffenen Stelle gerötet und der Hoden angeschwollen. Hinzu kommen sehr starke Hodenschmerzen, die auch in die Leistengegend oder den Bauch ausstrahlen können.

Bei einer starken Hodenentzündung (Orchitis) kann der Hoden in einigen Fällen auch schrumpfen – Ärzte sprechen von einer Hodenatrophie. Bei einem Hodentumor ist der betroffene Hoden meist leicht angeschwollen und eventuell verhärtet.

Gerade im Säuglingsalter bleiben viele Hodenveränderungen unentdeckt und die Situation normalisiert sich meist von selbst. Treten allerdings auch Symptome wie starke Hodenschmerzen auf, empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen.




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