Hitzewallungen: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (02. Mai 2016)

Bei Hitzewallungen richtet sich die Therapie nach der jeweiligen Ursache. Treten die Hitzewallungen aufgrund der hormonellen Umstellung in den Wechseljahren (Klimakterium) auf, können einfache Sofortmaßnahmen wie frische Luft oder luftige Kleidung helfen.

Ob Spaziergänge an der Luft, Ruhe oder das Erlernen von Entspannungstechniken sich bei Hitzewallungen lindernd auswirken, sollten Betroffene für sich selbst ausprobieren. Zwar gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass diese Maßnahmen einen direkten Effekt auf die Hitzewallungen in den Wechseljahren haben, vielen Frauen geht es dadurch langfristig jedoch besser im Umgang mit den Beschwerden. Auch das Trainieren der Blutgefäße durch Wechselduschen kann unter Umständen Hitzewallungen lindern. Alkohol, Kaffee oder schwarzen Tee sollten Betroffene, die darauf mit Hitzewallungen reagieren, nur in Maßen genießen.

Hitzewallungen: Das Bild zeigt eine Frau im Büro. © Jupiterimages/Digital Vision

Hitzewallungen sind ein typisches Symptom der Wechseljahre.

Medikamente

Meist ist die Hormonumstellung in den Wechseljahren nach drei bis fünf Jahren abgeschlossen und die Häufigkeit der Hitzewallungen nimmt von alleine ab. Wenn Frauen unter Hitzewallungen und anderen Wechseljahresbeschwerden jedoch sehr leiden und diese die Lebensqualität stark einschränken, kann auch eine Hormonbehandlung mit einer Kombination aus Östrogenen und Gestagenen (z.B. Estradiol und Dydrogesteron oder Estradiol und Levornogestrel) oder mit dem Wirkstoff Tibolon infrage kommen.

Bei leichten Hitzewallungen können unter Umständen auch pflanzliche Arzneimittel helfen. Präparate mit Rotklee oder Traubensilberkerze enthalten Phytoöstrogene (pflanzliche Stoffe, die dem weiblichen Geschlechtshormon Östrogen ähneln) und können die Beschwerden möglicherweise lindern. Ihre Wirkung ist jedoch sehr unterschiedlich und wissenschaftlich nicht eindeutig nachgewiesen. Die Einnahme sollten Sie deshalb vorher mit Ihrem Arzt besprechen.

Sind die Hitzewallungen dagegen das Begleitsymptom einer anderen Grunderkrankung, beispielsweise einer Schilddrüsenüberfunktion oder eines Karzinoids, ist eine gezielte Behandlung dieser Krankheit notwendig.


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