Startseite > Symptome > Verstärkte Behaarung (Hirsutismus, Hypertrichose) > Ursachen
Stand: 23. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Einer verstärkten Behaarung (Hypertrichose, Hirsutismus) können zahlreiche Ursachen zugrunde liegen. Neben einer harmlosen, rein kosmetischen übermäßigen Behaarung, die keinen Krankheitswert hat, kann eine verstärkte Körperbehaarung auch Zeichen einer inneren Erkrankung sein.
Eine Hypertrichose – eine verstärkte Behaarung, die nicht dem typischen männlichen Behaarungsmuster entspricht – kann zum Beispiel nach Hautreizungen an umschriebenen Körperstellen entstehen. So bilden sich beispielsweise am Rand von Narben oder unter einem Gipsverband kleine Haare, die in der Regel von alleine wieder ausfallen. Auch bei Durchblutungsstörungen in den Beinen und einer Beinvenenthrombose können Haare an diesen Stellen wachsen. Bei Hypertrichose sind häufige Ursachen auch bestimmte Erbkrankheiten, Blutkrankheiten (sog. Porphyrien) sowie Geschwulste, die Hormone produzieren. Darüber hinaus können einige Medikamente als Nebenwirkung zu verstärkter Behaarung führen (z.B. das Haarausfallmittel Minoxidil und das Blutdruckmittel Diazoxid).
Der Hirsutismus – die dem männlichen Behaarungsmuster entsprechende Körper- und Sexualbehaarung bei der Frau – wird durch die Wirkung männlicher Geschlechtshormone (Androgene) ausgelöst. Androgene kommen in geringen Mengen auch natürlicherweise bei Frauen vor. Bei Hirsutismus können die Ursachen vielfältig sein: zum Beispiel Geschwulste in den Nebennieren oder den Eierstöcken, die das Hormon Androgen bilden, bestimmte Stoffwechselkrankheiten oder die Einnahme androgenhaltiger Medikamente (z.B. sog. Anabolika zum Muskelaufbau beim Doping). In den allermeisten Fällen ist die Ursache der verstärkten männlichen Behaarung bei Frauen jedoch nicht erkennbar.
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