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Hexenschuss (Lumbago, akute Lumbalgie): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. März 2013)

Um bei Hexenschuss (Lumbago, akute Lumbalgie) die geeignete Therapie zu finden, ist eine sorgfältige Diagnose erforderlich. In erster Linie ist es wichtig, die Ursachen des Hexenschusses zu erkennen und – wenn möglich – zu beheben. So kann im Fall eines blockierten Wirbelgelenks in einigen Fällen das Deblockieren ("Einrenken") notwendig sein, um die Beweglichkeit der Wirbel wiederherzustellen. Dies darf aber nur ein Orthopäde oder fachkundiger Therapeut vornehmen. Bei einem Hexenschuss reichen zur Therapie der Schmerzen häufig Behandlungen wie Wärme, Bewegung und Medikamente aus. Auch die sogenannte Stufenbettlagerung kann dazu beitragen, dass die Beschwerden abklingen. Hierzu legen Sie sich für etwa 20 bis 30 Minuten in Rückenlage auf eine ebene Unterlage. Winkeln Sie Ihre Beine nun in einem 90 Grad Winkel an und legen sie die Unterschenkel waagerecht auf einen Stuhl oder Hocker. Diese Körperhaltung entspannt den Ischiasnerv sowie die Muskulatur im Lendenwirbelbereich und lindert so die Schmerzen.

Wichtigstes Ziel in der Hexenschuss-Therapie ist, dass der Betroffene schnell wieder schmerzfrei wird und sich nicht weiter verkrampft. Bei einer plötzlichen Lumbago (akute Lumbalgie) kann der Arzt Schmerzmittel (wie Diclofenac), muskelentspannende und entzündungshemmende Mittel (wie Kortison, NSAR) als Tabletten verschreiben. Gegebenenfalls kann er diese Medikamente auch direkt in die Rückenmuskulatur spritzen. Medikamente sollten Sie aber aufgrund der möglichen Nebenwirkungen nur in Absprache mit Ihrem Arzt über einen kurzen Zeitraum einnehmen.

Während nach einem Hexenschuss je nach Ursache zunächst Bettruhe, Schonung und Wärme wohltuend sind, ist es bei Rückenproblemen längerfristig empfehlenswert, für ausreichende und regelmäßige Bewegung zu sorgen und die Rückenmuskulatur zu stärken. Darüber hinaus unterstützen unter anderem standardisierte Schulungsprogramme (Rückenschule), Krankengymnastik, Entspannungsverfahren (wie progressive Muskelentspannung nach Jacobson), Ergotherapie, Chirotherapie, Massagen und Akupunktur die Hexenschuss-Therapie.

Starke oder wiederholte Bandscheibenvorfälle erfordern unter Umständen eine Operation. Dies sollten Sie im Einzelfall mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.




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