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Hexenschuss (Lumbago, akute Lumbalgie): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (17. März 2015)

Um bei einem Hexenschuss (Lumbago, akute Lumbalgie) die geeignete Therapie zu finden, ist eine sorgfältige Diagnose erforderlich.

In erster Linie ist es wichtig, die Ursachen des Hexenschusses zu erkennen und – wenn möglich – zu beheben. So kann im Fall eines blockierten Wirbelgelenks in einigen Fällen das Deblockieren ("Einrenken") notwendig sein, um die Beweglichkeit der Wirbel wiederherzustellen. Dies darf aber nur ein Orthopäde oder fachkundiger Therapeut vornehmen.

Bei einem Hexenschuss reichen zur Therapie der Schmerzen häufig Behandlungen wie Wärme, Bewegung und Medikamente aus. Auch die sogenannte Stufenbettlagerung kann dazu beitragen, dass die Beschwerden abklingen. Hierzu legen Sie sich für etwa 20 bis 30 Minuten in Rückenlage auf eine ebene Unterlage. Winkeln Sie Ihre Beine nun in einem 90 Grad Winkel an und legen sie die Unterschenkel waagerecht auf einen Stuhl oder Hocker. Diese Körperhaltung entspannt den Ischiasnerv sowie die Muskulatur im Lendenwirbelbereich und lindert so die Schmerzen.

Wichtigstes Ziel bei der Behandlung ist es, dass der Betroffene schnell wieder schmerzfrei wird und sich nicht weiter verkrampft. Bei einer plötzlichen Lumbago (akute Lumbalgie) kann der Arzt Schmerzmittel (wie Diclofenac), muskelentspannende (Muskelrelaxantien) und entzündungshemmende Mittel (wie Kortison, NSAR) als Tabletten verschreiben. Gegebenenfalls kann er diese Medikamente auch direkt in die Rückenmuskulatur spritzen. Medikamente sollten Sie aber aufgrund der möglichen Nebenwirkungen nur in Absprache mit Ihrem Arzt und nur über einen kurzen Zeitraum einnehmen.

Während nach einem Hexenschuss je nach Ursache zunächst Bettruhe, Schonung und Wärme wohltuend sind, ist es bei Rückenproblemen längerfristig empfehlenswert, für ausreichende und regelmäßige Bewegung zu sorgen und die Rückenmuskulatur zu stärken. Darüber hinaus unterstützen unter anderem standardisierte Schulungsprogramme (Rückenschule), Krankengymnastik, Entspannungsverfahren (wie progressive Muskelentspannung nach Jacobson), Ergotherapie, Chirotherapie, Massagen und Akupunktur die Behandlung.

In seltenen Fällen ist auch ein Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps) für den Hexenschuss verantwortlich. Die Therapie richtet sich dann nach der jeweiligen Ausprägung des Bandscheibenvorfalls und reicht von konservativen Behandlungen (z.B. CT-gesteuerte Spritzentherapie mit schmerz- und entzündungshemmenden Wirkstoffen) bis hin zu einer Operation, bei der der Arzt Bandscheibengewebe chirurgisch entfernt. Welche Therapie für Sie infrage kommt, sollten Sie im Einzelfall mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.




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