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Heiserkeit: Wenn die Stimme heiser oder ganz weg ist

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (02. August 2016)

© iStock

Heiserkeit ist eine sogenannte Stimmstörung: Dabei ist die Stimme so beeinträchtigt, dass der Stimmklang verändert und die Lautstärke eingeschränkt ist. Wer heiser ist, hat typischerweise eine rauchige, raue Stimme. Manchmal kann die Stimmerzeugung auch so gestört sein, dass die Stimme völlig weg ist – dann ist nur noch ein Flüstern möglich.

Die menschliche Stimme entsteht im Wesentlichen im Kehlkopf (Larynx), der sich am oberen Ende der Luftröhre befindet. Er enthält zwei Stimmlippen, deren freie Ränder die Stimmbänder bilden. Beim Sprechen treten die Stimmlippen zusammen und verschließen die Stimmritze fast vollständig. Strömt dann beim Ausatmen Luft durch diesen Spalt, bringt diese die Stimmlippen in Schwingung und es entstehen Töne. Zu Heiserkeit kommt es, wenn dieser Vorgang beeinträchtigt ist.

Die möglichen Gründe für Heiserkeit sind sehr vielfältig. Sie können sowohl harmlos als auch ernst zu nehmen sein.

Heiserkeit kann die Folge einer starken Belastung der Stimme sein, aber auch belastungsunabhängig entstehen. In manchen Fällen tritt die Stimmstörung nur vorübergehend auf, in anderen verläuft sie hartnäckiger. Sie kann Kinder und Erwachsene gleichermaßen betreffen.

In den meisten Fällen ist eine Heiserkeit bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen harmlos und verschwindet nach kurzer Dauer wieder: Oft steckt hinter der Stimmstörung eine Erkältungskrankheit – dabei fühlt sich der Rachen dann gleichzeitig rau und trocken an, der Hals kratzt und die Betroffenen müssen sich häufig räuspern. Ist die Erkältung überwunden, klingt auch die Stimme in der Regel wieder normal.

Wenn die Stimme heiser oder ganz weg ist, nachdem man ungewohnt viel gesungen oder geredet hat, besteht ebenfalls meist kein Anlass zur Sorge: Nach spätestens ein paar Tagen ist die Heiserkeit dann überstanden.

Manchmal bleibt die Stimme aber auch über längere Zeit hinweg heiser: Ein Risiko für eine solche chronische Heiserkeit besteht vor allem bei Menschen, die ihre Stimme berufsbedingt regelmäßig stark beanspruchen, weil sich durch die ständige Überbeanspruchung Knötchen an den Stimmbändern bilden können.

Zudem können körperliche Erkrankungen (v.a. des Kehlkopfs) zu chronischer Heiserkeit führen. So haben beispielsweise viele Raucher wegen einer chronischen Kehlkopfentzündung ständig eine heisere Stimme. Und auch nicht-körperliche Faktoren – wie seelischer Stress, Angst, Aufregung oder Depressionen – können die Stimme heiser klingen lassen.

Heiserkeit ist also keine eigenständige Erkrankung, sondern immer ein Symptom für eine Störung – ähnlich wie zum Beispiel Schmerzen. Wenn die Stimme heiser klingt, heißt es daher: nicht zu lange abwarten, sondern nach spätestens drei Wochen zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt gehen!

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