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Harnverhalt

Harnverhalt: Diagnose

Stand: 28. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einem Harnverhalt ist im Rahmen der Diagnose der erste Schritt die Frage nach vorliegenden Grunderkrankungen wie beispielsweise einem Diabetes mellitus oder nach der Einnahme bestimmter Medikamente. Diese kann erste Hinweise auf die mögliche Ursache des Harnverhalts liefern.

Wichtigste Methode für die Untersuchung des Harnverhalts ist eine Urinuntersuchung, mit deren Hilfe mögliche Erreger wie Bakterien oder Pilze im Urin bestimmt werden können. Außerdem veranlasst der Arzt mitunter eine Blutuntersuchung oder nimmt einen Abstrich, aus dem eine Erregerkultur angelegt wird.

Manchmal sind – je nach vermuteter Ursache – bei Harnverhalt weitere Untersuchungen zur Diagnose notwendig. Dazu zählen beispielsweise eine Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT), neurologische Untersuchungen, die Entnahme von Rückenmarksflüssigkeit (Lumbalpunktion) oder eine Ultraschalluntersuchung der Harnwege, Harnblase und Nieren. Hilfreich ist in vielen Fällen auch eine Blasenspiegelung (Zystoskopie). Vermutet der Arzt Erkrankungen der Prostata als Ursache bei Harnverhalt, folgt zur Diagnose eine rektale Untersuchung. Zudem bestimmt der Arzt dann den PSA-Wert (prostataspezifisches Antigen).

Weiterlesen: Harnverhalt: Therapie

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