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Harninkontinenz (unwillkürlicher Harnverlust)

Harninkontinenz (unwillkürlicher Harnverlust): Ursachen

Stand: 30. Dezember 2009Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Für eine Harninkontinenz (unwillkürlicher Harnverlust) unterscheiden sich die Ursachen je nachdem, welche Form vorliegt. In den meisten Fällen ist der Harnabgang Zeichen einer anatomischen oder funktionellen Störung.

Die häufigsten Gründe für eine Dranginkontinenz können sein:

Eine Dranginkontinenz kann auch ohne erkennbare Gründe auftreten und wird dann als idiopathische Reizblase bezeichnet.

Ursachen für eine Stressinkontinenz (Belastungsinkontinenz) sind z.B. eine Schädigung des Verschlussmechanismus zwischen Blasenhals und Harnröhre. Diese kann durch Operationen, Verletzungen oder Überdehnung während einer Geburt entstehen. Weitere Ursachen können eine Östrogenmangel (z.B. in den Wechseljahren), eine Beckenbodenschwäche, Gebärmuttersenkung oder ein Blasenvorfall sein.

Eine Reflexinkontinenz entsteht durch den Verlust der Blasen-Schließmuskel-Koordination aufgrund von Verletzungen des Rückenmarks.

Zu einer Überlaufinkontinenz kann es kommen, wenn der Blasendruck größer ist als der Druck des Harnröhrenverschlusses. Die Blase entleert sich dann, sobald sie voll ist und läuft quasi über. Weitere mögliche Ursachen sind z.B.:

  • eine gutartige Prostatavergrößerung
  • Verengungen oder Blockade der Harnröhre durch Tumoren oder Harnsteine
  • Nervenschädigungen z.B. im Rahmen einer autonomen Neuropathie bei Diabetes mellitus

Verschiedene Medikamente, wie Diuretika, Antidepressiva und Neuroleptika, sowie Alkohol können die Harninkontinenz verstärken.

Die Sonderform der extraurethralen Inkontinenz ist meist angeboren.

Weiterlesen: Harninkontinenz (unwillkürlicher Harnverlust): Diagnose

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