Harndrang: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (31. Januar 2017)

Ein verstärkter Harndrang muss nicht unbedingt krankhaft sein. So kann ein gelegentlich erhöhter Drang zum Wasserlassen ebenso:

  • ein Zeichen dafür sein, dass man übermäßig viel Flüssigkeit, Alkohol oder Kaffee konsumiert hat, oder
  • als Nebenwirkung entwässernder Medikamente (sog. Diuretika) – umgangssprachlich als "Wassertabletten" bezeichnet – auftreten.

In manchen Fällen hat ein erhöhter Harndrang auch psychische Ursachen – wie eine extreme seelische Belastung oder Stress: Vor allem nervöse Menschen können (z.B. beim Geräusch von plätscherndem Wasser oder bei Kälte) schnell das Gefühl haben, auf die Toilette gehen zu müssen.

Jedoch kann ein häufiger oder ständiger Harndrang ohne erhöhte Harnmenge beim Mann Anzeichen für eine Prostataerkrankung sein – zum Beispiel für eine Prostataentzündung (Prostatitis).

Hingegen entsteht ein trotz normaler Harnmenge häufiger Harndrang vor allem bei der Frau auch oft durch die sogenannte überaktive Blase (bzw. Reizblase), in der frühen Schwangerschaft oder durch Östrogenmangel nach Eintritt in die Wechseljahre.

Darüber hinaus kann ein vermehrter Harndrang ein Symptom für folgende Krankheiten beziehungsweise Störungen sein:

Zudem können eine Strahlentherapie oder Blasenoperationen dazu führen, dass ein nicht beherrschbarer (imperativer) Harndrang entsteht.

Ein vermehrter nächtlicher Harndrang, das heißt ein im Liegen auftretender Drang zum Wasserlassen, kann ebenfalls verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel:


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