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Harndrang

Harndrang: Therapie

Stand: 15. Juni 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Beim vermehrten Harndrang ist die Therapie individuell sehr unterschiedlich. Liegt keine organische Ursache vor, kann ein sogenanntes Blasentraining helfen. Bei diesem werden alle Besuche auf der Toilette notiert und im zweiten Schritt begonnen, den aufkommenden Harndrang bewusst zu unterdrücken. Ziel ist es, die Blase allmählich wieder an größere Füllmengen zu gewöhnen, sodass der Harndrang später einsetzt.

Außerdem stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, welche den Harndrang unterdrücken können:

  • Anticholinergika und Spasmolytika, welche die Kontraktionsbereitschaft der Blasenmuskulatur herabsetzen
  • Für Frauen: Östrogene
  • Für Männern: Alphablocker, welche die Muskelzellen der Prostata entspannen
  • Phytotherapeutika wie zum Beispiel Echte Goldrute und Kürbissamen

Ist der vermehrte Harndrang psychisch bedingt, kann eine Psychotherapie helfen. Auch Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder die Progressive Muskelentspannung können nützen.

Liegt dem vermehrten Harndrang eine andere Grunderkrankung wie eine Prostatavergrößerung oder Diabetes zugrunde, ist die gezielte Therapie dieser Krankheit erforderlich.

Weiterlesen: Harndrang: Weitere Informationen

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