Harndrang: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (31. Januar 2017)

Um festzustellen, ob ein ständiger oder vermehrter Harndrang krankhaft ist, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Im ersten Schritt zur Diagnose erkundigt sich der Arzt ausführlich nach der Krankengeschichte (sog. Anamnese) – zum Beispiel durch folgende Fragen:

  • Tritt der Harndrang nur nachts oder auch tagsüber auf?
  • Ist die Urinmenge gestiegen oder kommen nur wenige Tropfen heraus?
  • Haben Sie starken Durst?
  • Haben Sie bestimmte Medikamente eingenommen oder trinken Sie extrem viel Kaffee?

Diese und andere Angaben helfen dem Arzt dabei, die Art des Harndrangs zu bestimmen und die möglichen Ursachen einzugrenzen. Hierbei kann auch ein sogenanntes Miktionstagebuch hilfreich sein, in dem man einträgt, in welchen Situationen der Harndrang auftritt und was man vorher getrunken hat.

Um den Harndrang weiter abzuklären, kann auch eine Blutuntersuchung sinnvoll sein: Hierbei lässt der Arzt die Elektrolytkonzentrationen, den Blutzucker und den Kreatininwert messen. Außerdem ist es nützlich, die Osmolarität des Bluts zu bestimmen: Die Osmolarität beschreibt die Konzentration aller osmotisch wirksamen Teilchen (z.B. Eiweiße, Zucker) in einer Flüssigkeit. Die Urinwerte können ebenfalls zur Diagnose beitragen.

Je nachdem, welche Ursache der Arzt für den Harndrang vermutet, können weitere Untersuchungen zum Einsatz kommen – zum Beispiel:

Hinweise für die Funktion der ableitenden Harnwege liefern urodynamische Untersuchungen, mit deren Hilfe sich bestimmen lässt, wie viel Urin die Blase speichern kann, ob die Beckenmuskulatur richtig arbeitet und die Harnröhre verschließen kann. In manchen Fällen kontrolliert der Arzt bei vermehrtem Harndrang auch die Funktion anderer Organe – wie beispielsweise die des Herzens.


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