Gewichtszunahme: Was hilft?

Veröffentlicht von: Till von Bracht (23. Januar 2017)

Unser Körpergewicht unterliegt ständigen Schwankungen – daher ist eine leichte Gewichtszunahme in der Regel nicht besorgniserregend. Wenn Sie aber dauerhaft und über mehrere Jahre mehr Kalorien zu sich nehmen, als Sie benötigen, wird Ihr Körper die überschüssige Energie in Form von Fett speichern.

Bei einer Adipositas ist es wichtig, dass Sie Ihre Ernährung, Ihr Bewegungs- und Ihr Essverhalten wieder normalisieren. Diese Maßnahmen senken auch das Risiko, an einem Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken – eine häufige Folgeerkrankung der Adipositas. Der behandelnde Arzt sowie weitere Therapeuten können Sie während der Umstellungsphase und darüber hinaus beraten und unterstützen. Ein Ernährungsberater kann Ihnen außerdem dabei helfen, Ihre Essgewohnheiten zu analysieren und gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Ernährungsplan aufzustellen, mit dem Sie langfristig Ihr Körpergewicht reduzieren und halten können. Medikamente oder eine Operation sind bei Adipositas nur in besonderen Fällen ratsam.

Liegt der Gewichtszunahme eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) zugrunde, verordnet der Arzt eine Therapie mit Schilddrüsen-Tabletten. Diese enthalten das Hormon Thyroxin, das den Stoffwechsel beziehungsweise die "Energieverbrennung" anregt. Hat der Arzt einen Tumor diagnostiziert, zum Beispiel der Hirnanhangsdrüse (Hypophysentumor), ist in der Regel eine Operation notwendig.

Führen bei Ihnen Medikamente zu Gewichtszunahme, sollten Sie mit Ihrem Arzt über die weitere Therapie sprechen. Er kann entscheiden, ob Sie auf andere Präparate ausweichen können, die das Körpergewicht nicht oder weniger beeinflussen. Dies gilt besonders für Frauen, die mit der Antibabypille verhüten. Sprechen Sie in diesem Fall Ihren Frauenarzt auf die Gewichtszunahme an. Er kann Ihnen gegebenenfalls ein anderes Präparat verschreiben. Bitte setzen Sie keine Medikamente ohne ärztliche Zustimmung ab!


Wie steht es um Ihre Gesundheit?




Symptom-Check