Gewichtsabnahme: Was tun, wenn man plötzlich an Gewicht verliert?

Veröffentlicht von: Till von Bracht (19. Januar 2017)

Was bei einer Gewichtsabnahme zu tun ist, hängt von der jeweiligen Ursache ab. Wenn Sie sich unbewusst oder stressbedingt falsch ernährt haben, also zum Beispiel über einen längeren Zeitraum weniger gegessen haben, als Ihr Körper benötigt, ist es wichtig, Ihre Ernährung sowie Ihr Essverhalten wieder zu normalisieren. Der behandelnde Arzt sowie weitere Therapeuten können Sie dabei unterstützen. Zusammen mit einem Ernährungsberater können Sie zudem einen Ernährungsplan aufstellen, der Ihnen hilft, Ihr Körpergewicht wieder zu steigern und dauerhaft zu halten. Dies empfiehlt sich vor allem für Personen, die unter Nahrungsmittelallergien oder -unverträglichkeiten leiden und dadurch Gewicht verloren haben.

Vor allem bei Essstörungen (wie Magersucht) und psychischen Erkrankungen, die eine Gewichtsabnahme verursachen, kann die Therapie auch eine psychotherapeutische und/oder psychiatrische Behandlung umfassen – dies ist insbesondere (überlebens)wichtig, wenn bereits starkes Untergewicht besteht.

Liegt der Gewichtsabnahme eine bestimmte organische Erkrankung zugrunde (z.B. Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes mellitus ), besteht die Therapie meist aus bestimmten Medikamenten. Wurminfektionen als Ursache der Gewichtsabnahme behandelt der Arzt mit speziellen Wurmmitteln (Anthelminthika, z.B. Niclosamid-Tabletten).

Hängt die Gewichtsabnahme mit einer Magen-Darm-Infektion zusammen, ist während und unmittelbar nach der Infektion Schonkost empfehlenswert. Nach überstandener Erkrankung können Sie Ihren Speiseplan dann langsam wieder an Ihre normalen Essgewohnheiten anpassen, um das verlorene Gewicht gegebenenfalls auszugleichen.

Sollte eine Krebserkrankung den Gewichtsverlust verursacht haben, ist je nach Tumor und Stadium eine gezielte Therapie (z.B. Operation, Chemo-, Strahlentherapie) erforderlich. Falls Sie einen Zusammenhang zwischen einer Gewichtsabnahme und bestimmten Medikamenten vermuten, sollten Sie Ihren Verdacht unbedingt mit Ihrem Arzt besprechen. Er kann Ihnen gegebenenfalls ein anderes Präparat verordnen. Bitte setzen Sie auf keinen Fall Medikamenten ohne ärztliche Aufsicht ab!


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