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Gesichtsfeldausfall

Gesichtsfeldausfall: Diagnose

Stand: 31. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Ein Gesichtsfeldausfall erfordert die Diagnose durch einen Augenarzt oder Neurologen. Die Untersuchung des Gesichtsfelds bezeichnet man als Perimetrie. Prinzip der Untersuchung ist es, dass der Patient einen festen Punkt mit dem Auge beziehungsweise den Augen fixiert und angeben muss, wann er beispielsweise einen aufleuchtenden Punkt oder einen ihm vorgehaltenen Gegenstand wahrnimmt. Verglichen mit Richtwerten gesunder Personen beurteilt der untersuchende Arzt, ob das Gesichtsfeld des Untersuchten normal ist oder ein Gesichtsfeldausfall vorliegtt.

Es gibt zahlreiche Methoden und Geräte, welche der Arzt bei einem Gesichtsfeldausfall zur Diagnose einsetzen kann. So sitzen sich bei dem einfach durchführbaren Parallelversuch (Konfrontationstest, Vergleichsperimetrie) Untersucher und Patient etwa einen halben Meter gegenüber. Beide verdecken ein Auge mit der Hand so, dass sich ihre gegenüberliegenden Augen fixieren. Der Untersucher führt nun mit der anderen Hand einen Gegenstand (z.B. einen Wattetupfer) in Richtung des Gesichtsfelds des Patienten. Dieser muss sich melden, sobald er den Gegenstand sieht – er also in seinem Gesichtsfeld erscheint.

Weitere Untersuchungen des Gesichtsfelds sind unter anderem die sogenannte kinetische Perimetrie, die statische Perimetrie, die Kampimetrie und die Perimetrie mittels Amsler-Netz. In Augenarztpraxen und Augenkliniken werden Gesichtsfeldausfälle heutzutage in der Regel mit automatischen Perimetern ermittelt. Zur Diagnose-Findung sitzt dabei der Untersuchte in einem dunklen Raum und schaut auf die Bildfläche des Perimeters. Auch hier muss er einen Punkt fixieren. Es leuchten dann beispielsweise verschiedene Lichtblitze auf. Sobald der Patient diese sieht, muss er auf einen Knopf drücken. Das Perimeter registriert dann alle richtigen sowie die falsch oder auch gar nicht erkannten Lichtblitze und wertet das Ergebnis aus.

Weitere Untersuchungen sind notwendig, wenn der Verdacht auf eine bestimmte Ursache des Gesichtsfeldausfalls besteht. Dies können zum Beispiel Blutuntersuchungen, Röntgenaufnahmen, eine Computertomographie des Kopfs (CCT), eine Kernspintomographie (MRT), eine Angiographie u.v.m. sein.

Weiterlesen: Gesichtsfeldausfall: Therapie

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