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Stand: 15. Februar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Einer Geschmacksstörung (Dysgeusie) können sehr unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen. Bei einigen Menschen ist die Dysgeusie angeboren. In den meisten Fällen ist sie aber erworben und tritt erst im Laufe des Lebens auf. Bei einer Geschmacksstörung unterteilen Mediziner die Ursachen in drei Gruppen: epitheliale, nervale und zentrale Ursachen.
Die epithelialen Ursachen wirken sich auf den Geschmackssinn aus, indem sie die Geschmacksknospen schädigen. Zu diesen Dysgeusie-Ursachen zählen:
Geschmacksstörungen mit nervalen Ursachen liegt eine Schädigung der Hirnnerven VII, IX und X zugrunde. Die Hirnnerven können zum Beispiel bei Ohroperationen oder Zahnbehandlungen geschädigt werden. Entfernt der Hals-Nasen-Ohren-Arzt die Gaumenmandeln (Tonsillektomie) oder Hals-Lymphknoten (Neck dissection), kann er dabei die Hirnnerven ebenfalls verletzen. Auch Tumoren, Schädelbasisbrüche aufgrund eines Sturzes oder Schlags auf den Kopf sowie entzündliche oder degenerative Nervenerkrankungen gehören bei Geschmacksstörungen ebenfalls zu den nervalen Ursachen.
Die dritte Gruppe der Ursachen für Geschmacksstörungen umfassen zentralnervöse Störungen der Schmeckbahn. Hirntumoren, Verletzungen des Hirnstamms, neurodegenerative Erkrankungen, Vergiftungen oder bestimmte Epilepsieformen sind bei Geschmacksstörungen mögliche zentrale Ursachen.
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