Geruchsstörung (Riechstörung, Dysosmie): Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. Juli 2015)

Eine Geruchsstörung hat sinunasale oder nicht-sinunasale Ursachen. Sinunasale Geruchsstörungen treten infolge von Erkrankungen der Nase oder der Nasennebenhöhlen auf. Das eigentliche olfaktorische System – also die Riechzellen in der Riechschleimhaut (Riechepithel) sowie die Riechbahn – ist dabei nicht direkt betroffen. Ist das olfaktorische System dagegen gestört oder geschädigt und entsteht dadurch eine Geruchsstörung, sprechen Mediziner von nicht-sinunasalen Ursachen.

Sinunasale Geruchsstörungen können aufgrund von Entzündungen entstehen. Dazu zählen infektiöse Entzündungen, die zum Beispiel im Rahmen von chronischen Infektionen der Nase oder einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) auftreten. Auch nicht-infektiöse Entzündungen, zum Beispiel aufgrund von Allergien, bei Polypen der Nase oder durch toxische Reizungen, können Auslöser einer Riechstörung sein. Weitere mögliche sinunasale Ursachen sind anatomische Gegebenheiten – wie Verengungen durch Nasenpolypen oder Verkrümmungen der Nasenscheidewand – und nicht entzündliche Schwellungszustände, die zum Beispiel als Nebenwirkung bestimmter Medikamente oder durch hormonelle Einflüsse auftreten können.

Ursachen für nicht-sinunasale Geruchsstörungen können sein:

  • virale Infektionskrankheiten der oberen Luftwege
  • Hirnhautentzündung (Meningitis)
  • Kopfverletzungen
  • Kontakte mit Reizstoffen, z.B. Kohlendioxid, Ammoniak
  • Medikamentennebenwirkungen

Außerdem kann es in einer Schwangerschaft oder bei verschiedenen Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus oder Migräne zu vorübergehenden Geruchsstörungen kommen.

Riechstörungen können auch durch sogenannte neurodegenerative Erkrankungen entstehen. Dabei können die Störungen erste Hinweise auf eine Erkrankung des Nervensystems sein. Hierzu zählen unter anderem:


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