Geruchsstörung (Riechstörung, Dysosmie): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. Juli 2015)

Bei einer Geruchsstörung ist ein ausführliches Gespräch zur Krankheitsgeschichte (Anamnese) besonders wichtig, um die richtige Diagnose zu stellen. Der Arzt stellt dabei Fragen wie:

  • Können Sie gar keine Gerüche mehr wahrnehmen oder ist der Geruchssinn nur eingeschränkt?
  • Können Sie einen speziellen Duftstoff nicht mehr wahrnehmen?
  • Treten gleichzeitig zur Geruchsstörung weitere Beschwerden auf?
  • Bestehen auch Geschmacksstörungen?
  • Nehmen Sie in letzter Zeit Medikamente ein?
  • Hatten Sie Kontakt zu bestimmten Reizstoffen?
  • Haben Sie Vorerkrankungen, die zu vorübergehenden Geruchsstörungen führen können, z.B. Diabetes mellitus, Allergien oder Migräne?
  • Besteht die Möglichkeit einer Schwangerschaft?

Wenn der Arzt diese und weitere Fragen geklärt hat, untersucht er gründlich die Nase, den Nasenrachen und die Riechspalte.

Um die Geruchsstörung genauer zu identifizieren, führt der Arzt je nach vermuteter Ursache unterschiedliche Riechtests durch. Mit manchen Tests misst er beispielsweise, in welcher Konzentration eine Person mit Riechstörung einen Duftstoff gerade eben noch wahrnimmt. Bei anderen Tests soll die Intensität einer Duftprobe beurteilt oder bestimmte Duftstoffe erkannt werden (z.B. mit sog. "Sniffin’ Sticks"). Andere Verfahren beruhen darauf, Signale aus den Hirnströmen abzuleiten, die nach einer Duftreizung entstehen.

Je nach vermuteter Ursache veranlasst der Arzt weitere Untersuchungen, um die Diagnose stellen zu können. Dazu gehören zum Beispiel eine Computer- oder Magnetresonanztomographie (CT bzw. MRT) sowie neurologische Untersuchungen.


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