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Gelenkschmerzen

Gelenkschmerzen: Therapie

Stand: 1. März 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei Gelenkschmerzen aufgrund von Sportverletzungen wie Verstauchungen und Bandverletzungen ist als Therapie-Maßnahme zunächst die sogenannte PECH-Regel anzuwenden: P wie Pause, E wie Eis-Auflage, C wie Compression (Bandage) und H wie Hochlagern. Im weiteren Verlauf ist in jedem Fall eine ärztliche Untersuchung und Behandlung erforderlich.

Bei einer Verrenkung ist es wichtig, das Gelenk in einer schonenden Lage ruhigzustellen. Unter Umständen hilft es, das Gelenk zu kühlen. Sie sollten auf keinen Fall versuchen, das Gelenk wieder einzurenken – dabei besteht die Gefahr ernsthafter Verletzungen. Es sollte immer ein Arzt hinzugezogen werden, der das Gelenk untersucht und behandelt.

Gelenkschmerzen kann eine Gelenk-, Sehnen-, oder Muskelreizung durch Überbelastung zugrunde liegen. Die Therapie bei Überbelastung besteht in erster Linie darin, das Gelenk zu schonen. Stellen Sie daher die überbeanspruchende Bewegung ein und entlasten Sie die schmerzhafte Stelle. Legen Sie den betroffenen Körperteil gegebenenfalls hoch. Auch Kühlen tut meistens gut; in manchen Fällen ist auch Wärme hilfreich.

Das schmerzende Gelenk sollte nicht vollständig ruhiggestellt werden; dadurch können die Gelenkkapseln schrumpfen und sich die Muskeln und Sehnen verkürzen, was eine Steifigkeit zur Folge hätte. Wenn die Beschwerden nicht nachlassen, ist ein Besuch beim Arzt erforderlich. Dieser kann eine Schiene anlegen, um das Gelenk zu schonen, oder antientzündliche Medikamente verabreichen.

Wenn Sie bei der Arbeit oder beim Sport Gelenkschmerzen bemerken, legen Sie sofort eine Pause ein. Wenn die Schmerzen nach einer kurzen Pause nachlassen, können Sie es erneut versuchen. Wählen Sie am besten eine andere Arbeitsposition. Sollten die Beschwerden wieder einsetzen, sollten Sie diese ärztlich abklären lassen.

Sobald es Hinweise auf eine entzündliche Gelenkerkrankung gibt, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Je früher eine Therapie bei rheumatoider Arthritis einsetzt, desto besser stehen die Chancen, bleibende Gelenkverformungen und Bewegungseinschränkungen zu verhindern. Zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis kommen entzündungshemmende Medikamente zum Einsatz – sie verhindern, dass die Erkrankung weiter fortschreitet und die Gelenke zerstört werden.

Bei rheumatischen Beschwerden sind die Gelenke geschwollen, schmerzen und sind überwärmt. Daher helfen Kälteanwendungen wie kühle, feuchte Auflagen oder Wickel sowie Eisbeutel beziehungsweise Kältegelbeutel. Wärme sollte nicht zugeführt werden. Außerdem ist es sinnvoll, die entzündeten Gelenke trotz Schmerzen zu bewegen. Achten Sie jedoch darauf, auf starke Belastungen, wie zum Beispiel durch Heben, Tragen und Bücken, zu verzichten. Zeitweise tut es gut, das geschwollene Gelenk hochzulegen.

Wenn sich die Beschwerden nicht bessern, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dieser wird Ihnen schmerz- und entzündungshemmende Medikamente verschreiben oder Spritzen ins Gelenk verabreichen, um die Beschwerden zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern.

Bei einem akuten Gichtanfall sind antientzündliche Medikamente erforderlich, um die Schmerzen zu lindern und die Entzündung zu stoppen.

Weiterlesen: Gelenkschmerzen: Weitere Informationen

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