Gangstörungen: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Januar 2017)

Für Gangstörungen kommen ganz unterschiedliche Ursachen infrage. In manchen Fällen stecken auch mehrere Faktoren hinter einem gestörten Gangbild – dann liegt eine multifaktorielle Gangstörung vor. Nach ihrem Entstehungsmechanismus lassen sich grob folgende Formen unterscheiden:

  • Neurologische Gangstörungen entstehen durch geschädigte oder erkrankte Nerven.
  • Orthopädische Gangstörungen entstehen z.B. durch Veränderungen oder Verletzungen im Bereich von Becken, Beinen und Füßen.
  • Psychogene oder auch funktionelle Gangstörungen haben seelische Ursachen – sie können z.B. im Rahmen einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) auftreten.

Nervenbedingte (neurologische) Gangstörungen sind meist die Folge einer Erkrankung des Gehirns oder der Nerven. Sie gehen teilweise mit Schwindel einher; die Betroffenen sind unsicher beim Gehen und oft auch beim Stehen. Das Gleichgewicht kann derart gestört sein, dass der Betroffene zu Boden fällt und das Bewusstsein verliert.

Orthopädische Gangstörungen können infolge von Schäden an Knochen, Gelenken und Muskeln der Beine sowie der Wirbelsäule auftreten, etwa bei Arthrose oder nach Verletzungen. Auch Veränderungen der Blutgefäße, die mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen einhergehen, verursachen mitunter eine Gangstörung.

Seelisch bedingte (psychogene) Gangstörungen sind stets eine Ausschlussdiagnose. Das bedeutet: Nur wenn keine körperlichen Ursachen für die Gangstörung infrage kommen, zieht der Arzt eine psychogene Störung in Betracht.

Das Gangbild ist bei psychogenen Gangstörungen variabel und kann sehr bizarre Muster zeigen. Als Ursache kommt zum Beispiel eine Angststörung infrage: Wer etwa sehr große Angst vor einem Sturz hat, geht möglicherweise sehr langsam und vorsichtig (wie auf Eis). Mediziner sprechen in diesem Zusammenhang manchmal von einem sogenannten Post-Fall-Syndrom.

Mögliche Ursachen für Gangstörungen im Überblick:


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