Gangstörungen: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Januar 2017)

Wer Gangstörungen hat, sollte den Grund hierfür von einem Arzt abklären lassen. Da jedes atypische Gangmuster Spuren an der Schuhsohle hinterlässt, ist es ratsam, zum Arztbesuch möglichst abgelaufene Schuhe mitzubringen – die Analyse der Sohle kann dem Arzt bei der Diagnose helfen.

In der Regel ist bei Gangstörungen ein Orthopäde oder Neurologe die passende Anlaufstelle. Zunächst erfasst der Arzt die Krankengeschichte (sog. Anamnese). Hierzu stellt er einige Fragen – wie:

Mithilfe kleinerer Untersuchungen kann der Arzt abschätzen, ob ein Problem der Nerven, der inneren Organe oder des Bewegungsapparats (wie Knochen, Muskeln, Gelenke) hinter den Gangstörungen steckt. Dazu betrachtet der Arzt das betroffene Bein von außen, tastet es ab und untersucht es auf Veränderungen. Es folgt eine gründliche Untersuchung der Nerven (neurologische Untersuchung): Hierbei überprüft der Arzt unter anderem die Reflexe, die Koordination der Bewegungen und das Gefühlsempfinden. Um festzustellen, ob Gleichgewichtsstörungen bestehen, führt der Arzt einige Koordinationsprüfungen durch:

  • Beim sogenannten Romberg-Stehversuch müssen Sie mit eng zusammengestellten Füßen einige Minuten lang stehen, zuerst mit offenen, dann mit geschlossenen Augen.
  • Bei der Gangprüfung lässt der Arzt Sie einige Schritte gehen, zum Beispiel auf einer Linie und mit geschlossenen Augen.
  • Beim Unterberger-Tretversuch treten Sie mit geschlossenen Augen und vorgestreckten Armen etwa 60-mal auf der Stelle.

Eventuell sind noch weitere Schritte notwendig, um die genaue Ursache der Gangstörungen festzustellen. Eventuell ist dazu der Besuch bei einem bestimmten Facharzt nötig – beispielsweise bei einem Arzt für Innere Medizin (Internisten), einem Orthopäden oder einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO). Je nach vermuteter Ursache können beispielsweise folgende Tests und Untersuchungen zum Einsatz kommen:


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