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Fußschmerzen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. Oktober 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Fußschmerzen können an unterschiedlichen Punkten am Fuß auftreten, etwa an den Zehenballen oder im Fußgewölbe. Häufig machen sie sich beim Stehen und Gehen bemerkbar. Dabei können verschiedene Ursachen hinter den Schmerzen stecken.

Der Fuß besteht aus den Fußwurzelknochen, dem Mittelfuß und den Fußzehen. Viele kleine und größere Gelenke – zum Beispiel das obere und untere Sprunggelenk sowie die Zwischenzehengelenke – halten ihn beweglich. Am Fuß befinden sich außerdem zahlreiche Muskeln, Sehnen, Bänder, Nerven und Blutgefäße. Erkrankungen und Verletzungen dieser Strukturen können zu Fußschmerzen führen, zum Beispiel beim Auftreten.

Fußschmerzen: Inhaltsverzeichnis

Was sind Fußschmerzen?

Fußschmerzen sind häufig die Folge von Unfällen – etwa wenn der Fuß umknickt. Auch Fehlbelastungen durch das falsche Schuhwerk oder Fußfehlstellungen können der Grund für die Schmerzen in den Füßen sein. 

Ursachen

Bei leichteren Fußschmerzen gehört häufig falsches und zu enges Schuhwerk zu den Ursachen. Dadurch können Fehl- und Überbelastung sowie Druckstellen und Blasen entstehen. Oft führt dies zu einem Hühnerauge oder gar einem Druckgeschwür an den Füßen. Auch ein zunächst harmloser eingewachsener Zehennagel oder eine Hautinfektion wie Fußpilz können sehr unangenehm werden und Fußschmerzen hervorrufen.

Fußschmerzen können außerdem folgende Ursachen haben:

Verletzungen:


Entzündungen:


Fußdeformitäten:


Bei Fußschmerzen kommen aber noch weitere Ursachen infrage, die zum Beispiel Nerven, Haut und Gelenke betreffen:

Diagnose

Bei Fußschmerzen ist es wichtig, eine sichere Diagnose zu stellen. Zwar verschwinden Fußschmerzen in manchen Fällen – vor allem, wenn sie nach kurzer ungewohnter Belastung aufgetreten sind – nach einiger Zeit von ganz alleine, aber wenn die Schmerzen im Fuß länger anhalten, ist ein Arztbesuch ratsam. Gerade wenn das Fußgelenk nach einem Unfall entzündlich geschwollen und überwärmt ist, ist bei Fußschmerzen eine genaue Diagnose wichtig.

Wenn Sie sich aufgrund Ihrer Fußschmerzen in ärztliche Behandlung begeben, stellt Ihnen der untersuchende Arzt zunächst ein paar Fragen, um erste Hinweise auf die Ursachen der Fußschmerzen zu erhalten und die Diagnose eingrenzen zu können. Dabei bittet Sie der Arzt, die Schmerzen im Fuß genauer zu beschreiben, und er fragt, ob Sie neben den Fußschmerzen noch andere Beschwerden haben. Versuchen Sie zu zeigen, wo genau der Schmerz sitzt, berichten Sie über eventuelle Vorerkrankungen (bekannte Arthrose) und geben Sie Informationen dazu, seit wann und in welchen Situationen die Schmerzen bestehen, ob Sie Ihren Fuß möglicherweise falsch belastet haben oder ob Sie einen Unfall (z.B. Umknicken) hatten.

Anschließend untersucht der Arzt Ihren Fuß und die Gelenke gründlich und führt verschiedene Bewegungstests durch. Er prüft zum Beispiel, ob das Gelenk geschwollen ist und ob sich Flüssigkeit in seinem Innern gesammelt hat (Gelenkerguss). Wichtig ist vor allem, ob die Beweglichkeit des Fußes eingeschränkt ist oder ob beispielsweise bestimmte Muskeln verkürzt sind.

Häufig ist bei Fußschmerzen eine Röntgenaufnahme hilfreich, bei welcher der Fuß gegebenenfalls in eine spezielle Halterung eingespannt wird (sog. gehaltene Röntgenaufnahme). So kann der Arzt zum Beispiel bei Verdacht auf einen Bänderriss Gewissheit schaffen.

Je nach vermuteter Ursache der Fußschmerzen können weitere Untersuchungen notwendig sein, um die Diagnose zu sichern:

Therapie

Bei Fußschmerzen hängt die Therapie von der zugrunde liegenden Ursache ab. Akute Fußschmerzen nach kurzzeitiger Fehl- oder Überlastung verschwinden oft ganz von alleine. Unter Umständen sind verschiedene Hilfsmittel notwendig, um den Fuß ruhig zu stellen und zu stützen, zum Beispiel:

  • Bandagen
  • Orthesen
  • Salbenverbände
  • Gipsschienen
  • Gipsverbände

Entzündungshemmende Schmerzmittel (wie Acetylsalicylsäure, Diclofenac), die es vorwiegend als Tabletten oder Salben gibt, können die Fußschmerzen lindern. Bei Schmerzen im Fußgelenk helfen mitunter Gelenkinjektionen und Gelenkspülungen mit lokalen Betäubungsmitteln oder Kortison.

Hinter Fußschmerzen stecken manchmal auch Ursachen, bei denen eine konservative Therapie, die auf chirurgische Maßnahmen verzichtet, nicht wirksam ist – dann ist eine Operation notwendig. Beispielsweise bei einem Engpass-Syndrom versucht der Chirurg, mehr Platz im Gewebe zu schaffen und die gedrückten Nerven, Muskeln und Blutgefäße operativ zu entlasten. Ein Fersensporn (dornartige, verknöcherte Ausziehung an der Ferse) wird ebenfalls häufig operativ entfernt, wenn er starke Beschwerden verursacht. Gelenkschäden operiert der Arzt heutzutage nach Möglichkeit schonend im Rahmen einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie).

Unterstützend können bei Fußschmerzen weitere Therapiemaßnahmen sinnvoll sein:

Manchmal ist es bei Fußschmerzen besser, den betroffenen Fuß vorübergehend zu schonen oder zum Beispiel mit einer Gehhilfe zu entlasten; in anderen Fällen ist es wichtiger, dass er beweglich bleibt. Auch ob Wärme oder Kühlung die Schmerzen lindern können, ist je nach Ursache unterschiedlich. Diese Maßnahmen sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen. Achten Sie immer auf genau passendes Schuhwerk, das Ihre Füße nicht zu sehr einengt und Sie vor allem beim Sport und auf Wanderungen vorm Umknicken schützt. So vermeiden Sie Verletzungen, Fehlstellungen und dadurch verursachte Fußschmerzen.

Weitere Informationen

ICD-10-Diagnoseschlüssel:

Hier finden Sie den passenden ICD-10-Code zu "Fußschmerzen":

Quellen:

Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 266. Auflage, de Gruyter, Berlin 2014

Krämer, J., Grifka, J.: Orthopädie, Unfallchirurgie. Springer, Berlin 2013

Largiader, F., Saeger, H.-D., Keel, M.J.B.: Checkliste Chirurgie. Thieme, Stuttgart 2012

Nürnberger, H., Hasse, F.-M., Pommer, A.: Klinikleitfaden Chirurgie. Urban & Fischer, München 2010

Stand: 14. Oktober 2015



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