Dysphagie (Schluckstörungen): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. Juli 2016)

Bei Dysphagie (Schluckstörungen) richtet sich die Therapie immer nach der zugrunde liegenden Ursache und ist daher vielfältig. Ein wichtiges Ziel bei der Behandlung einer Dysphagie ist es, Komplikationen zu verhindern. Dies betrifft vor allem das Einatmen von Nahrungsbestandteilen, da dies unter Umständen eine Lungenentzündung – die sogenannte Aspirationspneumonie – verursacht, die lebensbedrohlich sein kann.

Bei bakteriellen Entzündungen im Mund- und Rachenraum helfen meist Antibiotika, sodass der Schluckprozess nach kurzer Zeit wieder ohne Probleme möglich ist. Bei einer durch Pilzinfektionen (z.B. Soor) verursachten Dysphagie können Antimykotika die Schluckstörungen lindern.

Sehr seltene, aber lebensbedrohliche Infektionskrankheiten wie Tetanus (Wundstarrkrampf) oder Tollwut, die typischerweise auch Schluckstörungen hervorrufen, erfordern eine intensivmedizinische Therapie des Patienten. In schweren Fällen wird der Betroffene dabei  künstlich ernährt.

Tritt die Dysphagie dauerhaft auf, beispielsweise bei neurologischen und neurodegenerativen Ursachen, kann manchmal eine sogenannte Schlucktherapie die Beschwerden lindern. Bei dieser sollen wichtige Reflexe wie der Schluckreflex und Hustenreflex wiederhergestellt werden. Die Methoden bei dieser Therapie reichen von

  • motorischen Übungen einzelner Muskeln über
  • Veränderungen der Körperhaltung beim Essen bis zum
  • Pürieren von Speisen.

Je nach vorliegender Grunderkrankung, beispielweise bei Speiseröhrenkrebs, kann auch eine Operation notwendig sein, um die Schluckstörungen zu lindern.

Ist aufgrund der Dysphagie eine Ernährung durch den Mundraum nicht mehr möglich, müssen Betroffene mithilfe einer Magensonde ernährt werden.


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