Dyspareunie (Schmerzen beim Sex) bei der Frau: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. November 2016)

Welche Therapie der Frau gegen die Schmerzen beim Sex (sog. Dyspareunie) helfen kann, hängt von der jeweiligen Ursache der Beschwerden ab. Hier einige Beispiele:

  • Bei Infektionen der Harnwege oder der inneren Geschlechtsorgane, die durch Bakterien verursacht werden, helfen beispielsweise oft Antibiotika.
  • Bei einer Endometriose verschreibt der Arzt oft Hormone, im fortgeschrittenen Stadium ist häufig eine Operation notwendig.
  • Genitalwarzen können je nach Größe mit zellwachstumshemmenden Mitteln (z.B. dem Wirkstoff Podophyllotoxin), dem virushemmendem Wirkstoff Imiquimod) oder Trichloressigsäure bestrichen werden. Größere Genitalwarzen entfernt der Arzt, indem er sie vereist (Kyrotherapie) oder mit Elektro- oder Lasertherapie behandelt. Nur in seltenen Fällen müssen sie chirurgisch entfernt werden.
  • Reagiert die Scheide überempfindlich auf chemische Verhütungsmittel, sollten Sie diese durch andere Verhütungsmittel ersetzen.
  • Bei einer zu trockenen Scheide kann ein Gleitmittel helfen.

Sind die Schmerzen beim Sex das Begleitsymptom einer anderen Grunderkrankung, sollte diese Krankheit behandelt werden.

Falls der Frauenarzt vermutet, dass es psychische Ursachen für die Dyspareunie gibt, wird er der Betroffenen einen Termin bei einem Psychotherapeuten empfehlen. Im Vorgespräch lässt sich dann klären, ob psychische Gründe tatsächlich zu den Beschwerden beitragen könnten und ob gegebenenfalls eine Psychotherapie infrage kommt.


Wie steht es um Ihre Gesundheit?




Symptom-Check