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Durst

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. Juni 2015)

© Jupiterimages/Image Source

Durst ist ein Signal des Gehirns, das ein Verlangen zu trinken weckt. Demnach ist Durst ein lebensnotwendiges Gefühl, denn: Ohne Wasser kann der Mensch nur wenige Tage überleben.

Normalerweise zeigt Durst an, dass der Körper Flüssigkeit benötigt: Menschen fühlen sich bereits durstig, wenn der Körper wenige Prozent Wasser verliert oder wenn sich zu viel Kochsalz im Blut befindet (z.B. nach dem Verzehr von zu viel Salz).

Allerdings entspricht der Durst nicht immer dem tatsächlichen Flüssigkeitsbedarf: So kann etwa im Alter der Durst verringert sein oder sogar überhaupt kein Durstgefühl mehr auftreten. Ein solches fehlendes Durstgefühl (sog. Adipsie) kann zur Austrocknung (Dehydratation) der Betroffenen führen, da sie den vorhandenen Flüssigkeitsbedarf des Körpers nicht mehr ausgleichen. Die mögliche Folge der Austrocknung ist ein akutes Kreislaufversagen.

Gerade für ältere Menschen ist es daher wichtig, auf die tägliche Trinkmenge zu achten und auch dann zu trinken, wenn sie keinen Durst haben.

Alkohol ist allerdings nicht geeignet, um Durst zu löschen: Alkoholische Getränke wirken harntreibend, sodass Alkoholkonsum mit einer Austrocknung des Körpers verbunden ist. Dies löst ein starkes Durstgefühl aus (sog. Nachdurst). Wer nun wieder zu Alkohol greift, um seinen Durst loszuwerden, erhöht nur seinen Flüssigkeitsbedarf und damit auch das Verlangen nach Flüssigkeit.

Neben dem natürlichen Durstgefühl bei Flüssigkeitsmangel oder Salzüberschuss kann viel Durst auch das Symptom einer körperlichen oder seelischen Störung sein – wenn er trotz fehlenden Flüssigkeitsbedarfs oder wegen einer krankhaft erhöhten Flüssigkeitsausscheidung besteht. Ständig Durst zu haben, obwohl man viel trinkt, ist zum Beispiel ein typisches Anzeichen für einige Stoffwechselstörungen (wie Diabetes mellitus).

Einen solchen krankhaft gesteigerten Durst bezeichnen Mediziner als Polydipsie.

Nur wenn Durst krankhaft gesteigert ist, macht er eine Behandlung notwendig. Diese zielt vor allem auf die Grunderkrankung ab, die für das gesteigerte Durstgefühl verantwortlich ist.

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