Durst: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. Februar 2017)

Wie entsteht normaler Durst?

Normaler Durst signalisiert, dass der Körper Flüssigkeit benötigt. Ursache für den Flüssigkeitsbedarf ist dann eine zu geringe Trinkmenge oder eine zu hohe Salzzufuhr. Ein extremes Durstgefühl kann auch akut nach größerem Flüssigkeitsverlust auftreten – zum Beispiel:

Dass jemand viel Durst verspürt, kann außerdem bei Alkoholkonsum vorkommen (sog. Nachdurst), weil alkoholische Getränke harntreibend wirken und der Körper somit ebenfalls Flüssigkeit verliert. Wer durstig ist und sein Durstgefühl nicht durch geeignete Getränke stillt, verspürt nachfolgend häufig ein allgemeines Unwohlsein.

Verantwortlich für das Durstgefühl ist der Hypothalamus im Gehirn: Er registriert den Flüssigkeitsmangel und löst den Durstreiz aus. Gleichzeitig regt der Hypothalamus den Körper dazu an, ein bestimmtes Hormon zu bilden, das die Flüssigkeitsausscheidung über die Niere vermindern. Dieses Hormon heißt antidiuretisches Hormon (ADH) oder auch Vasopressin.

Wann ist Durst krankhaft und was sind die Ursachen?

Wenn jemand viel trinkt und trotzdem ständig Durst verspürt, liegt eine gesundheitliche Störung vor – eine sogenannte Polydipsie. So kann zum Beispiel der Flüssigkeitsverlust infolge einer krankhaft gesteigerten Ausscheidung von Urin (sog. Polyurie) durstig machen.

Andererseits entspricht das Durstgefühl nicht immer dem tatsächlichen Flüssigkeitsbedarf: Neben dem natürlichen Verlangen zu trinken, das bei Flüssigkeitsmangel oder Salzüberschuss auftritt, kann trotz fehlenden Flüssigkeitsbedarfs ein ständiger oder starker Durst bestehen – wer dann viel trinkt, verspürt normalerweise ebenfalls vermehrt Harndrang und muss öfter zur Toilette.

Wenn der Durst das ursprüngliche Problem ist und – durch die gesteigerte Trinkmenge – die Polyurie erst verursacht, liegt eine sogenannte primäre Polydipsie vor. Meistens hat der Durst dann seelische Ursachen (sog. psychogene Polydipsie).

Häufig stecken auch Stoffwechselstörungen hinter einem krankhaften Durst. Die wichtigsten Ursachen für ein ständiges Durstgefühl sind:

Daneben kann ein krankhaft vermehrter Durst bedingt sein durch Erkrankungen der folgenden Organe:

Des Weiteren kann ein starker Durst trotz fehlenden Flüssigkeitsbedarfs durch Elektrolytstörungen (z.B. erhöhter Kalziumspiegel im Blut) entstehen. Zudem können verschiedene Medikamente durstig machen (z.B. wenn sie als Nebenwirkung Mundtrockenheit verursachen) – dazu gehören:

  • Arzneimittel, die die Ausschwemmung von Wasser aus dem Körper durch die Niere fördern (sog. Diuretika)
  • dämpfend und beruhigend auf Nerven und Seele wirkenden Medikamente (sog. Neuroleptika) namens Thioridazin und Chlorpromazin
  • krampflösende Mittel (sog. Anticholinergika)

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