Brennende Augen (Augenbrennen): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. August 2016)

Bei Augenbrennen richtet sich die Therapie nach der jeweiligen Ursache. Ist der Grund für die brennenden Augen eine Überanstrengung aufgrund einer Sehschwäche, kann diese mit einer Sehhilfe korrigiert werden. Bei langem Arbeiten am Computer ist es ratsam, regelmäßig Pausen einzulegen, um die Augen zu entlasten. Kalte Kompressen und Tränenersatzflüssigkeit können brennende Augen kurzfristig beruhigen.

Bei einer bakteriellen Bindehautentzündung, verschreibt der Arzt meist antibiotikahaltige Augentropfen. Gegen virale Entzündungen als Auslöser von Augenbrennen gibt es in den meisten Fällen keine ursächliche Therapie. Die Behandlung beschränkt sich hier in der Regel darauf, die Beschwerden zu lindern, bis die Entzündung von alleine ausheilt. Eine Ausnahme sind Infektionen mit Herpesviren: Wirkstoffe wie Aciclovir (z.B. in Form von Augentropfen) hemmen die Vermehrung der Herpesviren. In anderen Fällen können auch kortisonhaltige, abschwellend wirkende Tropfen helfen. Eher selten führen Pilzinfektionen des Auges zu Augenbrennen. Diese lassen sich durch Antipilzmittel (Antimykotika) behandeln.

Hat der Betroffene aufgrund einer Allergie brennende Augen, ist der erste Schritt der Therapie, den allergieauslösenden Stoff möglichst zu meiden. Um die Beschwerden zu lindern, kann der Arzt Augentropfen mit sogenannten Mastzellstabilisatoren und / oder Antihistaminika verschreiben. Eine längerfristige Behandlung der Allergie kann mithilfe einer Hyposensibilisierung erfolgen.

Treten brennende Augen als akuter Notfall auf, weil (meist flüssige) Giftstoffe in das Auge gelangt sind, ist es wichtig, das Auge sofort mit Wasser auszuspülen und schnellstmöglich einen Arzt aufzusuchen.

Wenn das Augenbrennen Begleitsymptom einer anderen Grunderkrankung ist, sollte eine zielgerichtete Therapie dieser Erkrankung erfolgen.


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