Brennen in der Scheide: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. Juli 2015)

Häufigste Ursache für ein Brennen in der Scheide ist eine bakterielle Scheidenentzündung (Vaginitis). Sie äußert sich unter anderem durch einen fischig riechenden Ausfluss. Auch eine Scheidenpilzinfektion – häufig begleitet von gelblich-bröckeligem Ausfluss – kann dazu führen, dass es brennt und juckt.

Auch sexuell übertragbare Krankheiten (STD) wie die Gonorrhoe (Tripper) oder auch Trichomoniasis vaginalis können zu Scheidenentzündungen mit Brennen, Juckreiz, Schmerzen, Ausfluss und weiteren Beschwerden führen. Sind zusätzlich die Bartholindrüsen in der Scheide entzündet, spricht man von einer Bartholinitis.

Weitere mögliche Ursachen für eine brennende Scheide können sein:

  • Kontaktallergie, zum Beispiel auf bestimmte Waschmittel, Toilettenpapier, Seife oder auf Latex-Kondome.
  • Eine mechanische Reizung (z.B. beim Waschen der Intimregion oder nach dem Geschlechtsverkehr) kann ebenfalls ursächlich für das Brennen sein.

Manchmal stecken auch Harnwegsinfekte wie eine Blasenentzündung oder Harnröhrenentzündung hinter dem Brennen in der Scheide. Dann kommen meist weitere Beschwerden wie Brennen beim Wasserlassen hinzu.

In einigen Fällen liegt den Schmerzen in der Scheide keine erkennbare Ursache zugrunde. Mediziner sprechen dann von einer sogenannten Vulvodynie. Die Schmerzen bei einer Vulvodynie sind häufig chronisch und können bereits beim ersten Tampongebrauch oder Geschlechtsverkehr auftreten (primäre Vulvodynie). Entwickeln sich die Schmerzen erst einige Jahre später – nachdem die Frauen bereits schmerzfreien Geschlechtsverkehr hatten – spricht man von einer sekundären Vulvodynie.


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