Bluterbrechen (Hämatemesis): Diagnose durch den Arzt

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (29. Dezember 2016)

Bei Bluterbrechen (Hämatemesis) ist eine rasche Diagnose wichtig. Wer plötzlich Blut erbricht, sollte unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Der Arzt misst zunächst die sogenannten Vitalparameter, das heißt er schaut, inwieweit sich der Blutverlust durch die Hämatemesis auf das Herz-Kreislauf-System (Blutdruck, Puls etc.) ausgewirkt hat.

Wenn der Betroffene ansprechbar ist, stellt der Arzt ein paar Fragen, um die Ursache für das Bluterbrechen eingrenzen zu können. Sind beispielsweise Magengeschwüre oder Krampfadern in der Speiseröhre bekannt, handelt es sich dabei wahrscheinlich um die Blutungsquelle. Um diese ausfindig zu machen, ist in der Regel eine Spiegelung der Speiseröhre und des Magens (Gastroskopie) notwendig. Der Arzt kann mithilfe des eingeführten Endoskops die Schleimhäute genau betrachten und Geschwüre, Entzündungsherde oder Risse erkennen, aus denen es blutet. Der Arzt nutzt die Magenspiegelung nicht nur zur Diagnose, sondern häufig auch zur Therapie der Hämatemesis – zum Beispiel kann er eingerissene Krampfadern in der Speiseröhre, die zum Bluterbrechen führen, abbinden (Ligatur) und damit die Blutung stillen.

Je nach vermuteter Ursache für die Hämatemesis sind weitere Untersuchungen sinnvoll. Dazu gehören unter anderem: