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Blasenschwäche (Harninkontinenz, unwillkürlicher Harnverlust)

Blasenschwäche (Harninkontinenz, unwillkürlicher Harnverlust): Ursachen

Stand: 3. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Für eine Blasenschwäche (Harninkontinenz, unwillkürlicher Harnverlust) gibt es unterschiedliche Ursachen – je nachdem, welche Form der Blasenschwäche vorliegt. In den meisten Fällen ist die Harninkontinenz Zeichen einer anatomischen oder funktionellen Störung.

Die häufigsten Gründe für eine Dranginkontinenz können sein:

Eine Dranginkontinenz kann auch ohne erkennbare Gründe auftreten und wird dann als idiopathische Reizblase bezeichnet.

Ursache für eine Stressinkontinenz (Belastungsinkontinenz) ist zum Beispiel eine Schädigung des Verschlussmechanismus zwischen Blasenhals und Harnröhre. Diese kann durch Operationen, Verletzungen oder Überdehnung während einer Geburt entstehen. Weitere Ursachen für diese Form der Blasenschwäche können eine Östrogenmangel (z.B. in den Wechseljahren), eine Beckenbodenschwäche, Gebärmuttersenkung oder ein Blasenvorfall sein.

Eine Reflexinkontinenz entsteht durch den Verlust der Blasen-Schließmuskel-Koordination aufgrund von Verletzungen des Rückenmarks.

Zu einer Überlaufinkontinenz kann es kommen, wenn der Blasendruck größer ist als der Druck des Harnröhrenverschlusses. Die Blase entleert sich dann, sobald sie voll ist und läuft quasi über. Weitere mögliche Ursachen sind zum Beispiel:

  • eine gutartige Prostatavergrößerung
  • Verengungen oder Blockade der Harnröhre durch Tumoren oder Harnsteine
  • Nervenschädigungen z.B. im Rahmen einer autonomen Neuropathie bei Diabetes mellitus

Verschiedene Medikamente, wie Diuretika, Antidepressiva und Neuroleptika, sowie Alkohol können eine bestehende Blasenschwäche verstärken.

Die Sonderform der Blasenschwäche, die extraurethrale Inkontinenz, ist meist angeboren.

Weiterlesen: Blasenschwäche (Harninkontinenz, unwillkürlicher Harnverlust): Diagnose

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