Blasenschmerzen: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (05. Oktober 2016)

Wer unter starken oder immer wiederkehrenden Blasenschmerzen leidet, sollte für eine genaue Diagnose einen Arzt aufsuchen. Zunächst wird er wissen wollen, wo genau es weh tut, seit wann die Blasenschmerzen bestehen, wie genau sie sich anfühlen und ob Sie weitere Beschwerden haben. Mögliche Beschwerden, die häufig in Zusammenhang mit Blasenschmerzen auftreten, sind etwa:

Bei der körperlichen Untersuchung klopft der Arzt unter anderem das sogenannte Nierenlager im Flankenbereich ab und tastet im Unterbauch vorsichtig den Blasenbereich ab, um festzustellen, wo genau der Schmerz sitzt. Gegebenenfalls führt er außerdem eine rektale Untersuchung durch: Hierbei tastet er mit dem Finger den Enddarm aus und kann so bei Männern die Prostata beurteilen. Bei Frauen kann zusätzlich eine Untersuchung der Geschlechtsorgane durch den Gynäkologen erforderlich sein.

Als weiteren Untersuchungsschritt nimmt der Arzt eine Blutprobe – das Blut wird im Labor vor allem auf Entzündungswerte untersucht. Mit einem Urinteststreifen sind verschiedene Urintests möglich, zum Beispiel der Nachweis von Nitrit oder Leukozyten (weiße Blutkörperchen) im Urin. Hat der Arzt den Verdacht, dass eine hartnäckige chronische Harnwegsinfektion die Ursache der Blasenschmerzen ist, legt er zusätzlich eine Urinkultur an, mit deren Hilfe er die Erreger gezielt bestimmen kann. Auf diese Weise kann er auch das passende Antibiotikum ermitteln.

Vermutet der Arzt Blasensteine, Fremdkörper oder Blasentumoren als Ursache der Blasenschmerzen, sind weitere Diagnoseverfahren sinnvoll. Dazu zählen unter anderem eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) der Blase und der Nieren, Röntgenuntersuchungen, eine Harnröhren- und Blasenspiegelung (Zystoskopie) sowie weitere spezielle urologische Untersuchungen.


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