Schmerzen im Bein (Beinschmerzen): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (19. August 2016)

Nicht jede Art von Beinschmerzen bedarf einer Therapie. Muskelkater und andere Formen von Beinschmerzen, die nach kurzzeitiger Überlastung (z.B. durch Sport) aufgetreten sind, verschwinden oft von selbst. Bei länger anhaltenden oder starken Beschwerden sollte ein Arzt die genaue Ursache ermitteln – denn nach der Ursache richtet sich auch die Form der Behandlung.

Unter Umständen sind Bandagen oder Salbenverbände sinnvoll, beispielsweise bei Kniegelenkbeschwerden. Bei Durchblutungsstörungen sind meist Allgemeinmaßnahmen wie eine Ernährungsumstellung und regelmäßige Bewegung die beste Therapie. Gegebenenfalls sind auch Medikamente mit durchblutungsfördernden beziehungsweise blutverdünnenden Wirkstoffen, in einigen Fällen auch operative Eingriffe notwendig.

Die Behandlung von Krampfadern reicht von allgemeinen Maßnahmen über Venenmittel und Kompressionsstrümpfe bis hin zur Verödung oder operativen Entfernung. Knochenbrüche (z.B. Schienbeinbruch, Oberschenkelhalsbruch) kann der Arzt, je nach Fraktur, konservativ (z.B. nur mit einem Gips oder einer Schiene) oder operativ behandeln. Bei Gelenkschäden ist oftmals eine Behandlung während einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) möglich.

Linderung verschafft bei Beinschmerzen häufig eine Therapie mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln (wie AcetylsalicylsäureDiclofenac, Ibuprofen) – vorwiegend als Tabletten oder Salben. Bei starken Gelenkbeschwerden können Gelenkspülungen und -spritzen helfen, die Kortison oder örtliche Betäubungsmittel (Lokalanästhetika) enthalten.

Unterstützend können bei Beinschmerzen weitere Therapie-Maßnahmen sinnvoll sein, zum Beispiel::

Ob Sie das schmerzende Bein eher schonen oder bewegen, wärmen oder kühlen sollten, hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Ihr Arzt kann Ihnen Auskunft geben, was bei Ihren Beschwerden am besten ist.