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Auswurf (Sputum): Definition

Veröffentlicht von: Till Hansmeier (10. März 2014)

Als Auswurf bezeichnen Mediziner das Sekret, welches von der Bronchialschleimhaut gebildet und dann aus dem Atemtrakt abgehustet wird. Auswurf wird auch Sputum oder Expektoration genannt. Husten, der damit einhergeht, heißt in der Fachsprache auch "produktiver Husten".

Die Bildung von Sekret ist normal und notwendig, um die Bronchien zu reinigen.

Übermäßig gebildeter Auswurf kann aber auch Zeichen einer Atemwegserkrankung sein. Je nach Ursache sieht der Auswurf unterschiedlich aus:

  • glasig und schleimig
  • gelbgrün und eitrig
  • bräunlich bis schwarz
  • wässrig, zäh oder bröckelig

Manche Menschen leiden akut, zum Beispiel während einer vorübergehenden Erkältung, unter Auswurf. Andere, beispielsweise starke Raucher, haben chronischen produktiven Reizhusten.

Hustet ein Patient Schleim ab, kann dieser Auswurf wichtige Hinweise auf eine bestehende Grunderkrankung geben. Oft ist das Sputum ein harmloses Symptom einer Erkältung oder Allergie. Meist besteht dann auch ein mehr oder weniger starker Husten. Dauern Husten und Auswurf länger an, ist das Sputum blutig oder eitrig gefärbt, sollte man die Ursache beim Arzt abklären lassen, um schwerwiegende Erkrankungen (z.B. Lungenkrebs) auszuschließen.

Der Arzt nimmt dann eine gründliche Untersuchung von Hals, Rachen und Oberkörper vor und horcht Lunge und Herz mit einem Stethoskop ab. In der Regel ordnet er auch eine Blutentnahme an.

Ist der Husten produktiv, also mit Auswurf verbunden, können schleimlösende und auswurffördernde Mittel (Sekretolytika, Mukolytika, Expektorantien) beispielsweise als Tabletten oder Saft zum Einsatz kommen. In vielen Fällen hilft auch eine Inhalation. Die sogenannten "Hustenlöser" vermindern die Zähigkeit (Viskosität) des Schleims und machen ihn dadurch flüssiger, sodass der Patient das Sputum besser abhusten kann.




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