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Ausfluss aus der Scheide (Scheidenausfluss)

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Ausfluss aus der Scheide (Scheidenausfluss)

Stand: 28. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Ausfluss aus der Scheide (Scheidenausfluss): Definition

Jede Frau hat Ausfluss aus der Scheide (Scheidenausfluss bzw. Fluor genitalis): Dass die Scheide (Vagina) jeden Tag in geringer Menge ein weißliches und geruchloses Sekret (sog. Weißfluss) absondert, gehört zu den normalen weiblichen Körperfunktionen. Nur unter bestimmten Umständen ist der Ausfluss krankhaft.

Der normale Ausfluss aus der Scheide besteht aus einer Flüssigkeit des Gebärmutterhalses und Zellen der Scheidenschleimhaut. Der Scheidenausfluss enthält viele Milchsäurebakterien, die ein saures Milieu erzeugen und so verhindern, dass sich eingedrungene Krankheitserreger in der Scheide vermehren können. Außerdem sorgt das Sekret dafür, dass Spermien nicht in eine unvorbereitete Gebärmutter eindringen können.

Wie viel Scheidenausfluss sich bildet, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Außerdem schwankt die Ausfluss-Menge im Rahmen des weiblichen Zyklus: Unter dem Einfluss des Geschlechtshormons Östrogen nimmt der Ausfluss aus der Scheide kurz vor dem Eisprung und vor dem Einsetzen der Periode zu. Zur Zyklusmitte hin ein eher dünnflüssiger und durchsichtiger Ausfluss typisch, kurz vor und nach der Menstruation ist er hingegen zähflüssiger.

Ein vaginaler Ausfluss, der sich in seiner Beschaffenheit verändert, kann aber ein Anzeichen für eine Störung sein: Beispiele hierfür sind ein wässriger, schleimiger, schaumiger oder krümeliger Ausfluss, ein eitriger oder blutiger Ausfluss sowie ein bräunlicher oder grünlicher Ausfluss. Bei einem derart veränderten Scheidenausfluss ist es auf jeden Fall ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursachen für die Veränderung abzuklären. Dies gilt besonders bei ungewöhnlichem Ausfluss in der Schwangerschaft: Wenn für den Ausfluss (wie es oft der Fall ist) eine Scheidenentzündung verantwortlich ist, kann bei schwangeren Frauen eine Fehlgeburt die Folge sein. Meist ist ein veränderter Ausfluss aus der Scheide auch von weiteren Anzeichen einer Störung begleitet – zum Beispiel von einem Juckreiz, Schwellungen, Rötungen, Schmerzen beim Wasserlassen oder einem unangenehmen Geruch.

Weiterlesen: Ausfluss aus der Scheide (Scheidenausfluss): Ursachen

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