Ausfluss aus der Scheide (Scheidenausfluss): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. August 2016)

Bei einem veränderten Ausfluss aus der Scheide (Scheidenausfluss) hängt die Therapie in erster Linie von der Ursache ab. Tritt ein vaginaler Ausfluss ohne andere Krankheitssymptome auf, können Scheidenzäpfchen mit Milchsäurebakterien dabei helfen, die natürliche Scheidenflora wiederherzustellen. Steckt ein Östrogenmangel hinter dem Scheidenausfluss, bieten sich östrogenhaltige Hormonpräparate an, die man örtlich anwendet.

Entsteht der Ausfluss als Folge einer Scheideninfektion, hängt die Therapie vom jeweiligen Erreger ab:

Die Behandlung erfolgt meist örtlich in Form von Scheidenzäpfchen oder Salben. Die Medikamente stehen aber auch als Tabletten oder Injektionen zur Verfügung.

Bei einem infektiös bedingten Ausfluss aus der Scheide ist meist auch eine Therapie des Partners ratsam. So lässt sich vermeiden, dass die Frau sich erneut infiziert (sog. Ping-Pong-Effekt). Außerdem ist es empfehlenswert, während der Behandlung auf Geschlechtsverkehr zu verzichten.

Wenn ein Fremdkörper (z.B. Spirale, vergessener Tampon) den vermehrten Scheidenausfluss verursacht, ist es auf jeden Fall notwendig, ihn zu entfernen.

Bewirkt eine Allergie (z.B. Latexallergie) den Ausfluss aus der Scheide, besteht die beste Therapie darin, die auslösende Substanz zu meiden.

Tritt der Ausfluss aus der Scheide als Begleitsymptom einer anderen Grunderkrankung auf, so muss diese gezielt behandelt werden.