Aszites (Bauchwassersucht): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. April 2017)

Bei einem nachweisbaren Aszites (Bauchwassersucht) ist grundsätzlich eine Therapie ratsam. Dabei gilt: Je stärker sich das Wasser im Bauch bemerkbar machen, desto dringlicher ist die Behandlung. Dabei ist es sinnvoll, nach Möglichkeit sowohl gegen die Ursache als auch gegen die Symptome vorzugehen.

Mit der ursächlichen Therapie versucht der Arzt, die Grunderkrankung des Aszites zu behandeln. Ist zum Beispiel eine durch Bakterien ausgelöste Bauchfellentzündung für die Bauchwassersucht verantwortlich, kommen Antibiotika zum Einsatz, um die Erreger auszuschalten.

Hat hingegen eine starke Mangelernährung zum Aszites geführt, ist es wichtig, dass der Betroffene ausreichend Nahrung erhält. Hat sich der Ernährungszustand normalisiert, sammelt sich auch keine Flüssigkeit mehr in der Bauchhöhle an.

Doch nicht jede Ursache für einen Aszites lässt sich beseitigen. Besonders wenn eine fortgeschrittene Leberzirrhose oder Krebserkrankung hinter der Bauchwassersucht steckt, ist die ursächliche Therapie oft nur bedingt erfolgreich.

Das Ziel der symptomatischen Behandlung eines Aszites lautet: die Wassereinlagerungen so weit loswerden, dass sie keine Beschwerden mehr bereiten. Die Grunderkrankung ist dabei zweitrangig.

Bei einem durch Leberzirrhose bedingten Aszites hilft zum Beispiel eine salzarme Diät, die Flüssigkeit aus dem Bauch herauszuschwemmen. Darüber hinaus eignen sich entwässernde Medikamente (Diuretika wie die Wirkstoffe Spironolacton, Furosemid), um die Bauchwassersucht zu behandeln. Bleibt die Ursache für die Wasseransammlungen bestehen, bildet sich die Flüssigkeit jedoch wieder nach.

Aszitespunktion

Beim Aszites spielt die Aszitespunktion (auch Parazentese genannt) nicht nur eine wichtige diagnostische Rolle, sondern kann auch zur symptomatischen Therapie zum Einsatz kommen.

Die Aszitespunktion ist ein kleiner Routine-Eingriff, bei dem Komplikationen (wie Infektionen, Verletzung von Darmschlingen) zwar möglich, aber sehr selten sind. Im Einzelnen läuft sie so ab:

  • Der Arzt desinfiziert die Haut an der Stelle, an der er die Aszitespunktion vornehmen möchte
  • Dann betäubt er die Stelle örtlich.
  • Sobald die Betäubung wirkt, sticht der Arzt mit einer Kanüle durch die Bauchdecke.
  • Durch diese Kanüle lässt er die überschüssige Flüssigkeit aus der Bauchhöhle über einen feinen Schlauch ab in ein Gefäß oder einen Beutel ablaufen.

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