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Appetitlosigkeit: Wenn nichts mehr schmecken will

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. Juli 2016)

© Jupiterimages/Hemera

Gelegentliche oder kurze Appetitlosigkeit ist ganz normal. Die meisten Menschen kennen es, dass der Hunger manchmal ausbleibt, das Essen nicht schmeckt oder schlicht und einfach der Appetit fehlt. Eine länger anhaltende Appetitlosigkeit (Anorexie) kann sowohl körperliche als auch psychische Ursachen haben.

Guter Appetit gilt oft als Zeichen von Gesundheit. Abgesehen von Heißhunger als Symptom einiger Erkrankungen stimmt dies in der Regel auch. Unser Appetit wird durch zahlreiche Faktoren beeinflusst: Dazu zählen etwa körperliche Anspannung, die aktuelle Gefühlslage, aber auch Sinneseindrücke wie Aussehen, Geruch oder Geschmack des Essens. Besonders in Stresssituationen, in Trauerphasen, bei großer Aufregung oder Liebeskummer bleibt der Hunger oft auf der Strecke. Dass der Appetit unter solchen Einflüssen vermindert ist, hat jedoch keinen Krankheitswert und ist kein Grund zur Beunruhigung.

Sollten Sie aber unter längerfristiger oder sogar andauernder Appetitlosigkeit leiden, kann das Zeichen einer Erkrankung sein. In diesem Fall sollten Sie zeitnah einen Arzt aufsuchen, um der Ursache für Ihre Appetitlosigkeit auf den Grund zu gehen.

Häufig sind psychische Ursachen der Grund für Appetitlosigkeit. Dazu gehören vor allem beruflicher Stress, familiäre und partnerschaftliche Probleme und in einigen Fällen psychische Erkrankungen wie etwa eine schwere Depressionen. Auch alte Menschen verlieren häufig die Lust am Essen und Trinken, was auf Dauer lebensgefährlich sein kann. Dauerhafte Appetitlosigkeit führt unter anderem zu Nährstoffmangel, Schwäche und erhöhter Infektanfälligkeit.

Appetitlosigkeit kann auch zahlreiche körperliche Ursachen haben. Sie reichen von Magen-Darm-Erkrankungen über Herzkrankheiten und Diabetes mellitus bis hin zu Krebs. Meist sind die Ursachen jedoch harmlos.

Um den Appetit wieder anzuregen, ist es wichtig, die genauen Ursachen für die Appetitlosigkeit zu kennen. Das heißt: Tritt die Appetitlosigkeit beispielsweise infolge eines Magen-Darm-Infekts auf, behandelt der Arzt diese Erkrankung mit entsprechenden Medikamenten. Bei einer Magenschleimhautentzündung können dies zum Beispiel Säureblocker (Protonenpumpenhemmer) sein. Daneben sollten Sie auf eine magenschonende Ernährung (nicht zu scharf, zu fettig oder zu viel) achten und auf Alkohol und Nikotin verzichten.



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