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Appetitlosigkeit

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. März 2015)

© Jupiterimages/Hemera

Die meisten Menschen kennen es, dass der Hunger manchmal ausbleibt, das Essen nicht schmeckt oder schlicht und einfach der Appetit fehlt. Mediziner verstehen unter Appetitlosigkeit (Anorexie) ein mangelndes Hungergefühl. Dies kann sowohl körperliche als auch psychische Ursachen haben.

Guter Appetit gilt oft als Zeichen von Gesundheit. Abgesehen von Heißhunger als Symptom einiger Erkrankungen stimmt dies in der Regel auch. Auch gelegentliche und kurzzeitige Appetitlosigkeit ist normal – der Appetit wird durch zahlreiche Faktoren beeinflusst: Dazu zählen etwa körperliche Anspannung, die aktuelle Gefühlslage, aber auch Sinneseindrücke wie Aussehen, Geruch oder Geschmack des Essens. Besonders in Stresssituationen, in Trauerphasen, bei großer Aufregung oder Liebeskummer bleibt der Hunger oft auf der Strecke.

Sollten Sie aber unter längerfristiger oder sogar andauernder Appetitlosigkeit leiden, kann das Zeichen einer Erkrankung sein. In diesem Fall sollten Sie zeitnah einen Arzt aufsuchen. Dieser kann dann die genaue Diagnose stellen, denn meist bestehen weitere Beschwerden, die dem Arzt Hinweise auf die Ursache der Appetitlosigkeit geben.

Häufig sind psychische Ursachen der Grund für Appetitlosigkeit. Dazu gehören vor allem beruflicher Stress, familiäre und partnerschaftliche Probleme und in einigen Fällen auch schwere Depressionen. Manchmal ist es nur eine einfache Unlust zu Essen, aber bei Erkrankungen wie der Magersucht (Anorexia nervosa) kann es sogar zur völligen Nahrungsverweigerung kommen. Auch alte Menschen verlieren häufig die Lust am Essen und Trinken, was auf Dauer lebensgefährlich sein kann. Dauerhafte Appetitlosigkeit führt unter anderem zu Nährstoffmangel, Schwäche und erhöhter Infektanfälligkeit.

Um den Appetit wieder anzuregen, ist es wichtig, die genauen Ursachen für Appetitlosigkeit zu kennen. Das heißt: Tritt die Appetitlosigkeit beispielsweise infolge eines Magen-Darm-Infekts auf, behandelt der Arzt diese zugrunde liegende Erkrankung mit entsprechenden Medikamenten. Bei einer Magenschleimhautentzündung können dies zum Beispiel Säureblocker (Protonenpumpenhemmer) sein. Daneben ist es wichtig, auf eine magenschonende Ernährung (nicht zu scharf, zu fettig oder zu viel) zu achten und auf Alkohol und Nikotin zu verzichten.

Es stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, die den Appetit anregen und so einer Appetitlosigkeit entgegenwirken können. Die Mittel enthalten häufig Gestagene (Megestrolacetat, Medroxyprogesteronacetat).

Darüber hinaus wird verschiedenen pflanzlichen Mitteln (z.B. Rinde des Condurango-Baums, Wermut und Angelikawurzel) eine appetitsteigernde Wirkung zugeschrieben. Einige sollen den Speichelfluss und die Magensaftsekretion anregen. Diese Produkte sind zum Teil als Tees, Säfte oder Kapseln erhältlich.

In seltenen Fällen steckt auch eine schwere Erkrankung wie Krebs hinter einer Appetitlosigkeit. Dann ist je nach Tumor und Stadium eine gezielte Therapie (z.B. Operation, Chemo -, Strahlentherapie) erforderlich. Meist hat es aber harmlose Ursachen, wenn der Appetit einmal ausbleibt.



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