Anaphylaktischer Schock (allergischer Schock): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. Juli 2016)

Ein anaphylaktischer Schock (allergischer Schock) ist ein Notfall und erfordert eine sofortige Therapie durch einen Notarzt. Sofern möglich, ist es wichtig, den Kontakt zum auslösenden Allergen sofort zu stoppen (z.B. eine Kontrastmittel-Infusion).

Bringen Sie den Betroffenen bei einem anaphylaktischen Schock in die sogenannte Schocklage (Körper flach, Beine angehoben) und rufen Sie den Notarzt (112)! Sollte es zum Atemstillstand kommen, beginnen Sie mit Wiederbelebungsmaßnahmen und führen Sie diese bis zum Eintreffen des Rettungswagens fort.

Der Notarzt legt einen Zugang in eine Vene, über die er verschiedene Medikamente verabreicht:

Zusätzlich gibt der Arzt teilweise Beta-2-Sympathomimetika. Diese Substanzen erweitern die Bronchien und sind hilfreich, wenn der anaphylaktische Schock dazu führt, dass die Atemwege zuschwellen.

Nach der Notfall-Behandlung muss der Betroffene unverzüglich auf der Intensivstation einer Klinik untersucht und weiterbehandelt werden, da sich die anaphylaktische Reaktion wiederholen kann.

Bei manchen Personen ist bekannt, dass – zum Beispiel nach Insektenstichen – eine starke allergische Reaktion auftritt, die zu einem anaphylaktischen Schock führen kann. Für diese Menschen ist es sinnvoll, ein Notfallset bei sich zu führen. Es enthält einen sogenannten Autoinjektor, mit dem sich der Betroffene im Notfall (direkt nach einem Wespenstich etc.) selbst Adrenalin in den Oberschenkelmuskel spritzen kann.

Neben dem Autoinjektor gehören zum Notfallset noch weitere Medikamente wie ein Glukokortikoid-Präparat und ein Antihistaminikum. So kann sich der Betroffene schnell selber helfen beziehungsweise durch eine Begleitperson sofort versorgt werden – vor allem in Situationen, in denen eine rasche notärztliche Hilfe nicht möglich ist (z.B. in fernen Urlaubsländern). Wer ein solches Notfallset mit sich führt, sollte sich die Gebrauchsanleitung gut durchlesen und offene Fragen mit dem Arzt oder Apotheker klären.


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