Juckreiz am After (Afterjucken, Pruritus ani): Was tun?

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. Februar 2017)

Bei Juckreiz am After (Afterjucken, Pruritus ani) hängt die Therapie immer von der jeweiligen Ursache ab. Ist das Jucken beispielsweise Symptom einer bestimmten Erkrankung wie Hämorrhoiden oder Diabetes mellitus, ist eine gezielte Behandlung dieser Krankheit notwendig.

Schon bevor Sie einen Arzt aufsuchen, können Sie einiges tun, um den Juckreiz zu lindern.

  • Sorgen Sie für einen regelmäßigen, weichen Stuhlgang.
  • Verwenden Sie kein hartes oder feuchtes Toilettenpapier. Die Inhaltsstoffe des feuchten Toilettenpapiers können die empfindliche Schleimhaut des Analbereichs reizen.
  • Waschen Sie den After, wenn möglich, nach dem Stuhlgang mit klarem, lauwarmem Wasser ab und tupfen Sie die Haut danach sanft trocken. Alternativ können Sie ein Sitzbad nehmen oder Vliestücher verwenden, die in Öl getränkt sind. Empfehlenswert ist auch, den Analbereich mit Kaltluft trocken zu föhnen – das schont die Haut.
  • Waschen Sie sich regelmäßig, aber verwenden Sie zur Körperreinigung pH-neutrale Waschlotionen. Verzichten Sie auf Seife und Intimsprays.
  • Auch wenn es schwerfällt: Geben Sie dem Juckreiz nicht nach und kratzen Sie sich möglichst nicht. Je mehr Sie kratzen, desto mehr schädigen Sie die Haut im Analbereich und machen sie damit durchlässiger für Krankheitserreger.
  • Wenn Sie im Analbereich stark schwitzen, kann ein Wattebausch helfen, der zwischen den Gesäßhälften platziert wird, oder eine sogenannte Analvorlage. Analvorlagen sorgen dafür, dass die Analregion möglichst trocken bleibt.

Medikamente

Gegen Juckreiz am After können auch Medikamente helfen, so etwa zinkhaltige Salben, Präparate mit dem Wirkstoff Lidocain oder Kortisonsalbe. Ist eine bakterielle Infektion die Ursache für das Afterjucken, ist eine Antibiotikatherapie angebracht; bei einer Pilzinfektion hilt dagegen eine Behandlung mit Antipilzmitteln (Antimykotika).

Wenn Sie eine Pilzinfektion haben, können Sie die Therapie unterstützen, indem Sie weniger Zucker zu sich nehmen – denn Zucker dient den Pilzen als Nahrungsgrundlage. Achten Sie dann außerdem darauf, verstärkt ballaststoffhaltige Lebensmittel zu essen.


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