Analbeschwerden (Afterbeschwerden): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. Juli 2016)

Bei Analbeschwerden richtet sich die Therapie nach der zugrunde liegenden Ursache. Bei vielen Afterbeschwerden verschaffen Salben, Zäpfchen oder Einläufe (Klysmen) Linderung, die schmerz-, juckreiz- und entzündungshemmende Wirkstoffe (wie Kortison, Lidocain, Antibiotika) enthalten.

Auch Sitzbäder mit Kamille oder Teebaumöl erweisen sich bei Afterbeschwerden je nach Ursache als wohltuende Therapie – man sollte allerdings darauf achten, dass sie hautverträglich sind und kein allergisches Kontaktekzem hervorrufen, das wiederum zu Analbeschwerden führen kann.

Wenn vergrößerte Hämorrhoiden Ursache der Analbeschwerden sind, können Salben und Zäpfchen zwar die Beschwerden lindern – die Ursache beheben sie jedoch nicht. Dies gilt auch für manche anderen Erkrankungen, zum Beispiel für Colitis ulcerosa. Daher sollte man anstreben, die eigentliche Ursache zu beseitigen, um Analbeschwerden dauerhaft loszuwerden. Im Fall von vergrößerten Hämorrhoiden kann beispielsweise eine Sklerosierung (Verödung), eine Gummibandligatur (Ligatur = Abbinden) oder die operative Entfernung der Knoten notwendig sein. Auch Analfisteln und Analabszesse erfordern eine Operation, bei welcher der Arzt die Fistel freilegt beziehungsweise den Abszess ausräumt.

Beugen Sie vor!

Vielen Analbeschwerden können Sie vorbeugen, indem Sie einige grundsätzliche Verhaltensregeln einhalten.

  • Mit einer ballaststoffreichen Ernährung und ausreichender Flüssigkeitszufuhr können Sie für einen regelmäßigen, weichen Stuhlgang sorgen.
  • Benutzen Sie kein hartes Toilettenpapier, da dieses kleine Verletzungen und – wenn Krankheitserreger in die Wunden eindringen – Entzündungen im Analbereich verursachen kann.
  • Auch mit der richtigen Intimhygiene können Sie Analbeschwerden vorbeugen: Regelmäßig mit Wasser waschen reicht gewöhnlich aus; zusätzlich sollte man höchstens parfüm- und seifenfreie Waschlotion anwenden. Besondere Intimwaschlotionen sind dagegen nicht nötig.

Besteht bei Ihnen der Verdacht auf vergrößerte Hämorrhoiden, sollten Sie frühzeitig einen Arzt aufsuchen. In einem frühen Stadium lassen sich die Hämorrhoiden zumeist gut veröden oder abbinden. In späteren Stadien kann eine Operation notwendig sein.  


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