Strahlenbelastung durch Pilze: Gesundheitliche Folgen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (31. Oktober 2007)

Bei herkömmlichem Verzehr und herkömmlicher Zubereitungsform von selbst gesammelten Pilzen besteht kein gesundheitliches Risiko aufgrund der Strahlenbelastung.

Die Aktivität einer radioaktiven Substanz wird in Becquerel angegeben (Bq). Es gilt: Die Aufnahme von 80.000 Becquerel des Stoffs Cäsium-137 mit der Nahrung entspricht bei Erwachsenen einer effektiven Dosis von einem Millisievert. In der Regel beträgt die Strahlenbelastung, selbst nach dem Verzehr höher belasteten Pilzgerichte, aber weniger als ein Hundertstel der jährlichen natürlichen Strahlenbelastung, welche durchschnittlich 2,1 Millisievert beträgt. Pilzarten wie Steinpilze oder Pfifferlinge können je nach Region mehrere hundert Becquerel pro Kilogramm enthalten, Semmelstoppelpilze oder Maronenröhrlinge rund 1.000 bis 2.000 Becquerel.

Ein Beispiel: 500 Gramm gesammelte Steinpilze mit etwa 2.000 Becquerel entsprechen einer effektiven Dosis von nur 0,00125 Millisievert. Zum Vergleich: Auf einem Langstreckenflug von Frankfurt nach Gran Canaria beträgt die Belastung durch Höhenstrahlung etwa 0,01 bis 0,02 Millisievert. Daher ist die zusätzliche Belastung durch den Verzehr selbst gesammelter Pilze als sehr gering einzustufen.

Allerdings wird empfohlen, nicht mehr als 250 Gramm Wildpilze pro Woche zu verzehren, da diese Schwermetalle wie Cadmium oder Quecksilber enthalten können, welche zu Nierenschäden führen können.



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